5. SSW – Dein Baby ist in der 5. SSW so groß wie ein Sesamsamen

Mit Beginn der 5. SSW startet der zweite Schwangerschaftsmonat. Falls Du Dir noch nicht ganz sicher bist, ob Du schwanger bist, bringt Dir spätestens jetzt der Schwangerschaftstest ein wahres und relativ sicheres Ergebnis zu Deinem Kinderwunsch. Wenn der Arzt einen Ultraschall macht, kannst Du darauf bereits etwas erkennen – zumindest kann er Dir sagen, dass der schwarze Fleck darauf der Embryo ist.

Ab jetzt wirst Du auch das klassischste Anzeichen bemerken: Deine Regelblutung bleibt aus. Verzichte ab sofort auf jeden Fall auf Alkohol und Zigaretten – falls Du das nicht sowieso schon getan hast. Kläre bitte auch gleich mit Deinem Arzt ab, falls Du regelmäßig Medikamente einnimmst, ob diese unbedenklich für Dein Kind sind.

Vom ersten Tag der 5. SSW (auch SSW4 + 1) sind es bis zur Entbindung noch: 36 Wochen = 252 Tage.

5. SSW – Was macht Dein Baby?

Du bist jetzt in der 5. Woche schwanger – Dein Baby ist 3 Wochen alt. Es nimmt jetzt eine längliche Gestalt an und misst etwa 3 mm. Ab jetzt geht die Entwicklung richtig los. Die Nervenstränge, die später das Gehirn und das Rückenmark bilden, wachsen unaufhörlich. Die Grundlage für das Bewusstsein und die Steuerung der Körperfunktionen wird gelegt.

Doch das aufregendste Ereignis ist diese Woche, dass das kleine Herz seinen ersten Herzschlag macht. Es ist zwar noch winzig, jedoch in Relation zu dem Rest des Embryos doch so groß, dass es scheint, als würde es außerhalb des werdenden Körpers schlagen. Der Herzschlag Deines kleinen Schatzes ist noch ungefähr doppelt so schnell wie Deiner und zählt ab jetzt zu den wichtigsten Kriterien, um zu bestimmen wie es Deinem Kind geht.

Auch die Entwicklung der Fruchtblase beginnt in dieser Woche. Etwa in der 8. Schwangerschaftswoche – also gegen Ende zweiter Schwangerschaftsmonat –  wird sie abgeschlossen sein. Dein Kleines schwimmt jetzt im Fruchtwasser und ist so durch die klare Flüssigkeit geschützt – vor Lärm, Stößen und Druck von außen. Diese und die noch folgenden Wochen gehören zu den empfindlichsten in der Entwicklung Deines Kindes. Schädliche oder negative Einflüsse können gerade jetzt zu schweren Entwicklungsstörungen führen – deswegen strikt an die Anweisungen Deines Arztes halten.

Was geschieht in Deinem Körper in der 5. Schwangerschaftswoche?

Anzusehen ist Dir noch nichts, dennoch passiert unglaublich viel in Deinem Körper. Die Gebärmutter vergrößert sich und wird weicher. Die Schwangerschaftshormone stellen langsam aber sicher Deinen gesamten Körper so um, damit Dein Kind eine optimale Entwicklung in Deinem Bauch durchlaufen kann und in ca. 35 Wochen zum Geburtstermin als kleines, perfektes Wunder in Deinen Armen liegen kann.

Das Gefühl, dass die Regelblutungen doch wieder kommen, ist ein Zeichen. Denn das Ziehen im Unterleib bedeutet eher, dass sich das Bindegewebe und so auch die Mutterbänder (sie halten die Gebärmutter in Position) lockern. Dieses Ziehen im Unterleib kann während der gesamten Schwangerschaft hindurch immer wieder auftreten und ist eine von den normalen Schwangerschaftsbeschwerden.

Vorsorgeuntersuchung – was wird gemacht?

Sobald Du weißt, dass Du schwanger bist – also vielleicht bereits jetzt – wird die erste Kontrolluntersuchung bei Deinem Frauenarzt gemacht. Du bekommst bei der ersten Untersuchung Deinen Mutterpass, in den alle Ergebnisse eingetragen werden bis zur Geburt. Du solltest ihn möglichst immer bei Dir haben und vor allem bei allen Untersuchungen dabei haben, denn hier wird jedes neue Ergebnis festgehalten.

Nach der Erstuntersuchung folgen die einfachen Vorsorgeuntersuchungen:

  • Ab jetzt alle 4 Wochen
  • Ab SSW 32 alle 2 Wochen
  • Ab Überschreitung des Geburtstermins mindestens alle 2 Tage

Neben den einfachen gibt es auch mehrere große Vorsorgeuntersuchungen:

  • Zwischen SSW 9 und SSW 12
  • Zwischen SSW 19 und SSW 22
  • Zwischen SSW 29 und SSW 32

Was untersucht der Frauenarzt bei jedem Vorsorgetermin?

  • Blutdruck
  • Urin (Bakterien, Eiweiß- und Zuckergehalt)
  • Hämoglobingehalt im Blut (zum Ausschließen von Eisenmangel)
  • Lage und Größe der Gebärmutter
  • Lage des Babys (circa ab SSW 20)
  • Herztöne Deines Babys

Außerdem wird beim ersten Vorsorgetermin ein Antikörper-Suchtest durchgeführt. Damit kann eine mögliche Rhesusunverträglichkeit ausgeschlossen werden. Sollte im Verlauf der Schwangerschaft Dein Blut mit dem Deines Kindes in Berührung kommen, kann daraus eine Unverträglichkeit resultieren, die bei einer weiteren Schwangerschaft schlimme Folgen haben kann. Wird also eine Unverträglichkeit festgestellt, kann man später während der Schwangerschaft präventive Maßnahmen ergreifen, um solchen Folgen vorzubeugen.

Dein Arzt wird Dich bei der ersten Untersuchung auch auf weitere hinweisen, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, so wie die Nackenfaltenmessung. Er wird Dir die Vor- und Nachteile aufzeigen und Dich darüber in Ruhe nachdenken lassen, denn manche Untersuchungen weisen einen kleinen Prozentsatz an Komplikationen auf, die auftreten können.

Was steht alles in Deinem Mutterpass? Neben den Untersuchungsergebnissen, ist darin u.a. Deine familiäre Krankengeschichte, Gewicht, Blutdruck, Urinwerte, Blutgruppe, eventuelle frühere Schwangerschaften und natürlich die Entwicklung Deines Babys festgehalten, das heißt: der gesamte Schwangerschaftsverlauf.

Die sogenannten großen Vorsorgeuntersuchungen beinhalten zu den übrigen Untersuchungen noch den Ultraschall, der weitere Fragen beantworten kann:

  • Bekommst Du vielleicht Zwillinge?
  • Wie liegt Dein Kind?
  • Wie liegt die Plazenta?
  • Wie ist die Herzaktivität Deines Kindes?
  • Ist die Nabelschnur optimal durchblutet?
  • Wie groß ist Dein Kind schon?
  • Was ist die Menge des Fruchtwassers?

Was gibt es noch für Tipps für die 5. SSW?

Da Du jetzt weißt, dass Du schwanger bist und nicht mehr hibbeln musst, solltest Du Dir überlegen, wem Du davon erzählst. Nicht allein aus dem Grund, dass Du vielleicht die „kritische Phase“ von drei Schwangerschaftsmonaten abwarten möchtest, bevor Du es herausposaunst, sondern es kann auch tatsächlich wichtig sein. Arbeitest Du beispielsweise mit giftigen Dämpfen, Strahlungen oder ähnlichem, dann ist es essentiell wichtig, dass Dein Arbeitgeber darüber Bescheid weiß und das auch berücksichtigt. Es ist zwar keine Pflicht, aber wenn Dein Baby darunter leiden könnte, dann solltest Du frühzeitig handeln. Gerade in den ersten Wochen des 1. Trimesters ist der Embryo besonders gefährdet.

Aber nicht nur auf der Arbeit solltest Du auf Schädliches achten, auch zuhause und im Alltag gibt es genügend Chemikalien oder Bakterien, die Du meiden solltest. Hier ein paar Beispiele:

  • Lösungsmittel
  • Ofenreiniger
  • Fleisch, das Schwermetalle enthalten kann (Wild, Seefisch,…)
  • Zu viel Koffein
  • Gartenerde
  • Kontakt mit Haustieren
  • Kinder mit Kinderkrankheiten
  • Sauna und heiße Bäder

Hier erfährst Du, wie es in der 6. Schwangerschaftswoche weitergeht: 6. SSW.

Und hier gelangst Du zur 4. Schwangerschaftswoche: 4. SSW.

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limango Redaktion

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