Mit dem richtigen Sonnenschutz Baby und Kleinkind schützen. Alles was Du wissen musst!

Juhu, endlich ist er da – der Frühling. Und mit ihm die Sonne. Wir alle genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen, sitzen im Café, unsere Kinder spielen wieder lange draußen.

Doch gerade jetzt musst Du aufpassen, denn die noch ungebräunte Haut bekommt ganz leicht einen Sonnenbrand. Gerade die Haut von Kindern ist so zart und durchlässig. Sie haben noch wenig vom Schutzpigment Melanin, das die Sonnenstrahlen wie ein Schirm abhält. Dieser UV-Schutz muss sich in den ersten Lebensjahren erst entwickeln.

Sommer, Sonne, Sonnenschein – doch welcher Sonnenschutz muss es sein?

Worauf achte ich beim Eincremen? Was, wenn ich das Sonnensegel im Urlaub vergessen habe? Welche Kleidung schützt mein Kind vor der Sonne? Wann ist die Strahlung am gefährlichsten? Kathrin vom Blog www.warmemilchmithonig.de hat alles für Dich aufgeschrieben, was Du über Sonnenschutz wissen musst….

Meine Kinder hassen es ja, wenn sie eingecremt werden sollen – zu klebrig, zu weiß, zu eklig. Jeden Morgen ist es ein großes Zinnober, bis die beiden fertig sind. Hilft aber nichts. Denn ein Sonnenbrand ist wesentlich schlimmer. Er kann dauerhafte Hautschäden auslösen und schließlich zu Hautkrebs führen. Vor allem Kinderhaut kann UV-Schäden noch schlechter reparieren.

Trotzdem sollten unsere Kinder unbedingt in der Sonne spielen, damit ihr Körper viel Vitamin D bilden kann, das für die Knochenbildung, verschiedene Stoffwechselprozesse und das Immunsystem wichtig ist. Wie schützt man Kinder also am besten vor Sonnenbrand?

Sonnenschutz-Baby

Sonnenschutz Baby in den ersten zwölf Monaten: Am besten ist Schatten

Dein Baby solltest Du im ersten Jahr am besten gar keiner Sonne aussetzen und es so gut es geht im Schatten halten.

  • Suche immer einen Schattenplatz für Dein Baby. Denn auch bei bedecktem Himmel dringen noch 80 Prozent der UV-Strahlen zur Haut durch.
  • Benutze einen Schirm oder ein Verdeck für den Kinderwagen, damit keine Sonne hineinscheint und das Baby nicht überhitzt wird.
  • Sonnenschutzmittel sollten im ersten Lebensjahr möglichst nicht verwendet werden, da sie die empfindliche Babyhaut unnötig belasten. Oft sind darin Nanopartikel, die in die Haut eindringen.
  • Großer Irrtum: Babyöl ist kein Sonnenschutzmittel, sondern fördert noch die Lichtempfindlichkeit der Haut. Also lieber nicht verwenden!

 

Ab einem Jahr: Mindestens eine Stunde, aber mit Sonnenschutz

Um genügend Vitamin D zu bekommen und viel draußen zu erleben, sollten Kinder ab einem Jahr mindestens eine Stunde im Freien verbringen. Vitamin D bildet sich allerdings nur durch ungeschützte Haut – eine echte Gradwanderung. Zwei- bis dreimal pro Woche sollten Kinder deshalb ohne Sonnencreme raus, allerdings nur die Hälfte der Zeit, in der sich ein Sonnenbrand entwickeln kann. Kinder mit blonden oder gar roten Haaren können schon nach zehn Minuten einen Sonnenbrand bekommen. Das ist also richtig kurz, cremt lieber einmal zu früh ein.

 

Welche Sonnencreme ist die richtige?

Wichtig ist, dass eine Sonnencreme sowohl gegen UV-B- und UV-A-Strahlen schützt. Der auf der Packung angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich nur auf die UV-B-Strahlen. Kinder brauchen hierbei mindestens einen LSF von 30. Ein ausreichender UV-A-Schutz hat im Vergleich dazu den Faktor 10. Bisher geben nur wenige Hersteller an, ob und wie stark ihre Produkte beide Strahlenarten abhalten. Fragt am besten Euren Apotheker, welches Mittel sich am besten für Dein Kind eignet.

Die Konsistenz hat übrigens keinen Einfluss auf den Schutz. Kinder mögen aber meist die zähen Cremes nicht (finde ich sehr verständlich). Lotion, Milch, Gel oder Spray finden sie angenehmer.

 

Wie funktionieren Sonnencremes?

Es gibt Sonnencreme, die auf chemische UV-Filter setzt. Die Substanzen dringen in die oberste Hautschicht ein und wandeln die UV-Strahlen in Wärmeenergie um. Was viele nicht wissen: Chemische UV-Filter gefährden die Gesundheit. Einige können Allergien auslösen. Andere wirken im Körper wie Hormone, das kann besonders für Schwangere und stillende Mütter riskant sein. Forscher der Universität Zürich konnten Rückstände von UV-Filtern in Muttermilch nachweisen.

Und es gibt mineralische Sonnencreme, die auf diese Nanopartikel verzichtet. Diese haben meist ein Bio-Siegel, zum Beispiel das BDIH-Siegel, das NaTrue-Siegel, das Ecocert-Siegel oder das Siegel Vegane Naturkosmetik. Mineralische UV-Filter wie Titanoxid und Zinkoxid bilden eine Schutzschicht auf der Haut und reflektieren die UV-Strahlen wie winzige Spiegel.

 

Immer gut eincremen

1. Creme alle unbedeckten Körperstellen Deines Kindes vor dem Hinausgehen – am besten etwa eine halbe Stunde vorher – sorgfältig ein. Diese Zeit braucht der Sonnenschutz, bis er wirkt.

2. Achte darauf, dass Du ausreichend Sonnenschutzmittel aufträgst (mehrere Teelöffel sollten es sein), da sonst der Lichtschutzfaktor nicht wirksam ist.

3. Creme die Haut Deines Kindes häufiger ein, wenn es schwitzt, badet oder Sport macht. Am Strand oder im Schwimmbad sollte es am besten eine wasserfeste Sonnencreme sein.

 

Die richtige Kleidung schützt Dein Kind

Auch was Du Deinem Kind anziehst, kann es gegen Sonnenbrand schützen:

  • Auf jeden Fall sollte das Kind immer einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch mit Schirm und Nackenschutz tragen, weil der Kopf und der Nacken sehr empfindlich ist.
  • Wähle luftige Kleidung, die nicht zu eng ist und möglichst viel vom Körper bedeckt. Langärmelige Hemden oder T-Shirts und weit geschnittene, möglichst lange Hosen sind ideal.
  • Inzwischen gibt es spezielle UV-Schutz-Kleidung, die sehr schön ist. Das Geheimnis dahinter sind Stoffe mit besonderen Webtechniken oder Imprägnierungen.
  • Im Wasser sollten Kinder am besten so ein UV-Shirt oder ein anderes T-Shirt tragen.
  • Auch die Augen Deines Kindes brauchen besonderen Sonnenschutz, denn sie reagieren besonders empfindlich auf Sonnenlicht und UV-Strahlen. Daher sollte Dein Kind so oft wie möglich eine Sonnenbrille mit UV-Filter tragen.

 

Jetzt weißt Du aber wirklich alles über Sonnenschutz. Nun ab in die Sonne! Genieß den Frühling in vollen Zügen mit Deiner Familie!

Auf ihrem Blog Warme Milch mit Honig schreibt Zweifach-Mama und Wissenschaftsredakteurin Kathrin über kleine Tipps und Tricks wie Kinder fit werden und bleiben, neueste Wissenschaftsstudien über Kindergesundheit und vieles mehr. Schau doch mal vorbei: www.warmemilchmithonig.de.

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