Interview mit Zweifach-Mama, Hebamme und Lillydoo Mitgründerin Sissi Rasche

Babypflege. Wochenbett. Hebammensuche. 

Jede Frau und jedes Kind braucht eine Hebamme – eine wie Sissi Rasche. Denn Sissi Rasche ist Hebamme mit Leib und Seele. Als zweifache Mama und durch ihren Beruf weiß sie ganz genau, was Mamaherzen bewegt. Die geballte Kompetenz also, wenn es um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Babypflege und vieles mehr rund ums Kinderkriegen geht. Obendrein hat Sissi Rasche die Windelmarke Lillydoo mit ins Leben gerufen und den Babypflege-Markt mit hautfreundlichen Windeln in hübschem Design sowie Feuchttüchern bereichert.

Gastautorin Mariam hat Sissi zum Interview getroffen…

Im Interview erzählt Dir Sissi heute, wie sehr sie ihren Beruf liebt und lebt, gibt Dir wertvolle Tipps zu Babypflege, Wochenbett, Hebammensuche oder Hausgeburten und spricht über vieles, was dich als werdende oder frisch gebackene Mama beschäftigt. Viel Spaß beim Lesen!

© Max Threlfall

Liebe Sissi, als Hebamme stehst du werdenden und frisch gebackenen Mamas mit Rat und Tat zur Seite. Was liebst du an deinem Beruf ganz besonders?

Ich bin sehr dankbar dafür, einen Beruf ausüben zu dürfen, den ich immer machen wollte und der mich zu 150 Prozent glücklich macht. Es ist schön zu sehen, wie eine neue kleine Familie entsteht oder auch wächst, wenn ich Frauen und ihre Familien über einen so langen Zeitraum betreue. Jeder Tag in meinem Job ist spannend und abwechslungsreich. Ich darf so viele unterschiedliche Lebensmodelle kennenlernen und bin mit vielen Familien sehr eng verbunden. Das ist ein unheimlich schönes Gefühl. Für meine Familie ist das natürlich nicht immer einfach, weil ich eigentlich vierundzwanzig Stunden abrufbereit sein muss und meine Liebsten oft auf mich verzichten müssen.

 

Babypflege

 

Babypflege ist für jede frisch gebackene Mama ein wichtiges Thema. In der Drogerie schwebt einem dann erst einmal das große Fragezeichen über dem Kopf. Welche Erstausstattung braucht man wirklich und was darf überhaupt an Babys empfindliche Haut?

Ich empfehle erst einmal fast gar nichts – auch noch keine Wundcreme, denn man sollte zunächst schauen, was das Baby braucht und wie empfindlich die Haut ist.

Folgend Pflegeprodukte finde ich persönlich super:

  • Reines „Totes Meersalz“: Super heilungsfördernd! Einfach ein Sitzbad mit dem Baby machen und etwas Meersalz hinzufügen. Wenn es ganz schlimm ist, gerne noch 2-3 Tropfen reines Bio-Teebaumöl hinzufügen. Totes Meersalz hilft übrigens auch sehr gut bei wunden Brustwarzen – einfach eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und etwas Meersalz vorbereiten und darin 5-10 Minuten die Brustwarzen baden. Sieht lustig aus, wirkt aber Wunder.
  • Biomandelöl: Für die Baby- Massage und auch um den Po zu reinigen.
  • Am Anfang sollte fast ausschließlich mit Wasser und Öl gereinigt werden. Wenn es schnell gehen muss und das Baby etwas älter ist, brauchen Eltern das optimale Feuchttuch. Darum haben wir von LILLYDOO uns jetzt gekümmert und sind sehr glücklich mit unserem Ergebnis. Unsere Feuchttücher sind super hautfreundlich und pflegend. Wir verwenden keine Parfüme, Parabene und PEG-Emulgatoren. Auf das von Ökotest bemängelte Phenoxyethanol und PHMB verzichten wir natürlich auch. Ein weiterer toller Aspekt ist, dass unsere Feuchttücher zu 100 % kompostierbar und unsere Verpackung nicht nur wunderschön ist, sondern auch aus recyclebarer Kalkfolie bestehen. Wenn kein Waschlappen zur Hand ist, eine wirkliche Alternative.

 

Mit LILLYDOO hast du gemeinsam mit Gerald Kullack und Sven Bauer Windeln in fröhlichem Design und Feuchttücher entwickelt und vor kurzem auf den Markt gebracht. Was war euch dabei wichtig und was macht das LILLYDOO-Angebot besonders?

Wir wollten Produkte entwickeln die besonders hautfreundlich sind und ausschließlich Inhaltsstoffe beinhalten, die unverzichtbar sind.

Soviel wie nötig und so wenig wie möglich.

Nach dem Motto „soviel wie nötig und so wenig wie möglich“. Unsere Windeln sehen in ihren drei Designs nicht nur super schön aus, sondern sind auch extrem hautverträglich, weil wir ganz bewusst auf Parfüme und Lotionen verzichten. LILLYDOO Windeln sind sehr angenehm zu tragen, weil sie super weich sind und eine atmungsaktive Außenschicht haben, die die Luft zirkulieren lässt. Ich habe als Hebamme sehr lange nach so einer Windel gesucht.

 

Wickeln

 

Übung macht den Wickel-Meister. Und die Übung kommt von ganz allein, denn Wickeln muss man schon eine ganze Weile. Wie wickele ich mein Baby richtig, worauf muss ich achten?

Wichtig ist erst einmal eine gute, das heißt eine rückenschonende Arbeitshöhe für die Eltern. Es muss nicht immer der klassische Wickeltisch sein. Man kann im Grunde überall Wickeln – aber ich persönlich empfinde einen Wickeltisch immer als eine gute Investition. Es gibt hier viele Möglichkeiten. Am schönsten finde ich Wickelplätze im Badezimmer – entweder mit einem Aufsatz für die Waschmaschine oder Badewanne oder auch eine platzsparende Wandkonstruktion. Um ein entspanntes Baby beim Wickeln zu haben, ist es von Vorteil eine Wärmelampe anzubringen.

Sissis Tipps zum Windeln wechseln

  • Beim Öffnen der Windel sollte man immer darauf achten, dass die Klebestreifen nicht an der Haut des Babys haften bleiben.
  • Beim Heben des Pos ist es wichtig hüftschonend für das Baby zu Wickeln. Hier eine kurze Anleitung: Fasse mit einer Hand den gegenüberliegenden Oberschenkel an. Das andere Bein liegt dann auf deinem Arm. Jetzt kann man den Po grob mit der alten Windel abwischen und dann zusammenfalten und entfernen.
  • Zur Reinigung des Genitalbereichs eignet sich ein Waschlappen mit Wasser oder ein hautfreundliches Feuchttuch, wie unsere LILLYDOO Feuchttücher.
  • Jungs pinkeln gerne wenn die Windel entfernt wird – hier heißt es also vorsichtig sein oder ein Tuch zum Abdecken benutzen.
  • Bei kleinen Jungs vorsichtig den Penis waschen aber bitte keine Vorhaut zurückschieben. Bei Mädchen ist es sehr wichtig von vorne nach hinten zu wischen, so wird vermieden, dass Keime vom Darm in die Scheide gelangen.
  • Sehr wichtig ist es, den kleinen Po wieder trocken in die neue Windel einzupacken – am besten lässt man die Kinder unter der Wärmelampe etwas strampeln oder man trocknet den Genitalbereich mit einem trockenen Tuch gut ab. Wenn der Po unauffällig ist und keine Hautirritationen vorliegen, braucht man keine Pflegeprodukte.
  • Jetzt legt man die neue Windel mit der gleichen Technik wie oben unter den sauberen Po – hier sollte man darauf achten, dass die Windel nicht so tief sitzt und beim Schließen nicht zu locker sitzt. Dies kontrolliert man am besten, indem man zwei Finger in den Bund steckt. Solange der Nabelrest bei Neugeborenen noch nicht abgefallen ist, sollte man die Windel erst einmal umschlagen, um diesen nicht mit der Windel überdecken. Was auch häufig vergessen wird, ist die Bündchen an der Seite, also an den Beinen auszuklappen, so ist der Auslaufschutz garantiert.
  • Bei kleinen Jungen ist es sehr, sehr wichtig, dass der Penis in der Windel nach unten zeigt, sonst wird auch gerne mal der Body nass.

Gar nicht so schwer eigentlich. Zum Wickeln sollte man sich immer etwas Zeit nehmen. Die meisten Babys lieben es für ein paar Minuten ohne Windel auf dem Wickeltisch zu strampeln. Einmal am Tag kann man das auch gut mit einer Babymassage kombinieren.

 

Eine Hebamme finden

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt in der Schwangerschaft, sich auf Hebammensuche zu machen? Und welche Wahlmöglichkeiten gibt es? Über welchen Zeitraum begleitest du die Frauen?

Leider ist die Suche nach einer Hebamme, aufgrund der Rahmenbedingungen in unserem Job, momentan sehr schwierig und es ist wichtig sich so früh wie möglich um eine Betreuung zu kümmern. Am besten mit positivem Schwangerschaftstest – auch wenn sich das für viele Frauen vor der 12. Schwangerschaftswoche nicht richtig anfühlt. Ich empfehle allen werdenden Eltern, sich so schnell wie möglich um eine Betreuung zu kümmern, denn manchmal verläuft die Schwangerschaft dann doch ganz anders als erwartet und endet früher als man denkt. Dann ist es gut eine Fachkraft an seiner Seite zu haben. Denn was viele Frauen nicht wissen – die Krankenkassen übernehmen auch nach einer Fehlgeburt die Kosten für eine Betreuung durch eine Hebamme.

Wenn die Frau eine 1:1 Betreuung wünscht, ist ein früher Kontakt unbedingt notwendig. 1:1 bedeutet, dass die Hebamme in der Schwangerschaft, während der gesamten Geburt und auch im Wochenbett an der Seite „ihrer Frau“ ist. Für mich ist dies das Geheimnis einer guten Betreuung und ich persönlich arbeite so am liebsten. Ich kenne die Frauen durch die intensive Betreuung in der Schwangerschaft sehr gut und kann optimal auf ihre Bedürfnisse und ggf. auch Ängste während der Geburt eingehen – das ist etwas ganz Anderes, wenn ich eine Frau eine halbe Stunde vor ihrer Geburt kennenlerne.

In Bezug auf die Geburt, gibt es folgende Wahlmöglichkeiten:

  • Krankenhausgeburt mit oder ohne Beleghebamme
  • Geburtshausgeburt 1:1 oder im Geburtshausteam, das heißt man lernt mehrere Hebammen kennen und eine davon wird die Geburt betreuen
  • Hausgeburt

Die meisten Frauen melden sich zwischen der 6. und 10. Schwangerschaftswoche bei mir. Zu Beginn der Schwangerschaft sehe ich meine Frauen alle drei bis vier Wochen. Ab der 30. Schwangerschaftswoche dann alle zwei Wochen und ab der 37. Schwangerschaftswoche wöchentlich. Nach der Geburt fallen die ersten sieben bis zehn Tage tägliche Hausbesuche an. Danach dann alle zwei Tage und irgendwann werden die Abstände größer – das ist in Hinblick auf die individuellen Situationen sehr unterschiedlich. Ich komme ungefähr bis das Baby acht Wochen alt ist und natürlich immer wenn es ein Problem gibt. Die meisten Frauen sehe ich dann nochmal fünf bis sechs Monate nach der Geburt zur Beikostberatung.

 

Hausgeburten

 

Als freiberufliche Hebamme hast du dich auf Hausgeburten spezialisiert. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, wenn das Kind zu Hause zur Welt kommen soll?

Hausgeburten sind für mich die berufliche Erfüllung. Es müssen jedoch alle Rahmenbedingungen rund um die Schwangerschaft optimal sein. Das heißt die Schwangere darf keine Grunderkrankungen haben, wie zum Beispiel ein insulinpflichtiger Diabetes, Bluthochdruck oder Gerinnungsstörungen, und auch die Schwangerschaft sollte unauffällig verlaufen. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Geburt im gewohnten Wohlfühl-Umfeld eine so schöne Alternative zur Klinikgeburt. Die Frauen verhalten sich ganz anders in ihren eigenen vier Wänden und werden, anders als im hektischen Klinikalltag, in keinster Weise irritiert.

 

Freude schon vor der 12. Woche?

 

Ein Kind zu bekommen ist die natürlichste Sache der Welt. Doch ist die Schwangerschaft festgestellt, werden die Frauen oft verunsichert. Erst nach der 12. Schwangerschaftswoche sollte man sich so richtig freuen und die Freude teilen, dann kommen viele Untersuchungen usw. Wie stärkst du deinen Frauen da den Rücken?

Ich versuche meine Frauen darin zu bestärken, sich auch vor der 12. Woche zu freuen und auch wenn es manchmal doch leider ein Sternenbaby wird. Und diese Erfahrung nicht zu verdrängen sondern zu trauen und ihr einen Platz zu geben.

Keine schlechten Nachrichten für eine Frau, die sich in anderen Umständen befindet, in den ersten zwölf Wochen.

Ich finde es sehr wichtig, sich in den ersten 12 Wochen zu schonen und auf seinen Körper zu hören. Früher sagte man auch immer „Keine schlechten Nachrichten für eine Frau, die sich in anderen Umständen befindet, in den ersten zwölf Wochen.“

Ich finde den Umgang mit Fehlgeburten oftmals nicht richtig. Wie vorab schon erwähnt, gibt es auch in dieser schweren Zeit einen Anspruch auf Hebammenbetreuung, und wenn man sich „outet“ sieht man oft erst wie viele Frauen dieselbe Erfahrung gemacht haben und damit ganz alleine waren. Ich finde auch diese Schwangerschaften sollten registriert werden und auch, wenn sich manche Kinder entschließen zu gehen, sollte man trauern dürfen und gut betreut sein.

Gerade bei Kind Nummer eins kann man sich so wunderbar in der Wochenbetthöhle verkriechen.

Im Wochenbett ist für Mama und Baby erst einmal Ruhe und Kuscheln angesagt. Wie bereite ich mich am besten vor und was sollte man in dieser besonderen Zeit immer zu Hause haben?

Ich freue mich sehr über diese Frage, weil das Wochenbett oft in den Hintergrund rutscht und der Fokus auf der Geburt liegt. Hier soll alles perfekt durchdacht sein. Doch das Wochenbett wird oft als unwichtig angesehen, denn es wird schon irgendwie laufen.

Das Wochenbett ist sehr, sehr wichtig und setzt den Grundstein für die nächsten Monate mit dem Baby und die neue Familie.

In den ersten Tagen nach der Geburt verlaufen die wichtigsten Rückbildungsprozesse, die Milchbildung und das Stillen muss erst einmal gelernt werden. Auch neue Familienkonstellationen müssen sich finden und es dauert oftmals ein paar Wochen bis man sich als Familie eingegroovt hat.

Wichtig ist es, in dieser schönen Kennenlernphase, sich noch intensiver zu verlieben, und viel Ruhe zu haben. Deshalb ist es gut, sich vor der Geburt mit der Familie abzusprechen, wie man die ersten Tage mit Baby gestaltet. Damit nicht an Tag eins die komplette Familie und Freunde eintrudeln. Gerade bei Kind Nummer eins kann man sich so wunderbar in der Wochenbetthöhle verkriechen und die Welt da draußen einfach vergessen. Bei Kind Nummer zwei sieht die Welt ja schon wieder anders aus.

 

Das Wochenbett

 

Sissis Regeln (mit einem Lächeln) für das Wochenbett

1. Wochenbett bedeutet auch Wochenbett! In den ersten zehn Tagen solltest Du bis auf kurze Gänge ins Bad oder auch an den Wickeltisch hauptsächlich liegen.

2. Besuchszeiten für die Familie: Nicht mehr als ein Besuch pro Tag.

3. Wichtig: Der Besuch darf Kuchen und Essen gerne selbst mitbringen.

4. Immer schlafen wenn das Baby schläft, um Kraft und Energie zu haben, wenn es nachts wach ist.

5. Ohne schlechtes Gewissen den ganzen Tag im Schlafanzug verbringen und viel Haut-an-Haut-Kontakt mit dem Baby.

6. Ausreichend Essen und Trinken! Achtet auf eine ausgewogene Ernährung und nicht so schwere Kost. Toll ist in den ersten Tagen beispielsweise eine Kraftbrühe. Wenn ihr Hilfe im Haushalt braucht sind Mütterpflegerinnen ein großer Segen. Ganz wichtig – kümmert euch bei Interesse rechtzeitig darum!

7. Schaltet euer Handy ruhig aus oder auf lautlos.

8. Nicht soviel googlen sondern lieber die Hebamme nach Rat fragen.

9. Immer über die Seite aufstehen, das trainiert die schrägen Bauchmuskeln und schont den Beckenboden.

10. Die Wohnung darf auch mal unordentlich sein! Kuscheln mit dem Baby ist wichtiger.

11. Damit kein unnötiger Stress entsteht, die Anträge für Kinder- und Elterngeld am besten vor der Geburt vorbereiten.

 

Ein Rat

 

Was ist dir besonders wichtig den Frauen, die du begleitest, mitzugeben? Auch aus deiner eigenen Erfahrung als zweifache Mama? Ein guter Rat von Mama zu Mama….

In der heutigen Zeit geht es in allererster Linie darum, meinen Frauen „Sicherheit“ zu vermitteln. So viele Vorteile die heutige Zeit mit sich bringt, ein paar Nachteile finden sich auch. In meinem Arbeitsumfeld betrifft dies oftmals die große Unsicherheit der Frauen (und Männer) für die es die unterschiedlichsten Gründe gibt. Das heute die meisten Frauen beim ersten Kind deutlich älter sind als beispielsweise vor zwanzig Jahren spielt eine ebenso große Rolle, wie der Fakt, dass in vielen Fällen die Eltern beziehungsweise die Großeltern des Babys weit weg wohnen und nicht zuletzt die Abermillionen von Informationsquellen, die sowieso schon unsichere Eltern noch „wuschiger“ machen.

Verlasst euch wieder mehr auf eure Urinstinkte!

Ich stelle häufig fest, dass durch diese und andere Faktoren die Urinstinkte der Frauen getrübt werden. Von daher liegt es mir sehr am Herzen, dass sich die werdenden und zukünftigen Mütter wieder mehr auf ihre Instinkte verlassen. Denn auch in 20, 50 oder 100 Jahren wird die Evolution uns den Urinstinkt, den man als Mutter in sich trägt, nicht verändern oder gar löschen. Es ist einzig und allein das permanente unterdrücken, mit allerhand Halbwissen „überpinseln“ oder schlicht und ergreifend nicht zulassen wollen, was es kompliziert macht. Durch meine sehr intensive 1:1 Betreuung versuche ich den Frauen die Sicherheit zu geben, sich wieder auf ihre Instinkte verlassen zu können bzw. die Fähigkeit zu haben sie nach und nach wieder für sich zu entdecken und die vielen Ängste, die oftmals gänzlich unnötig sind, in Respekt vor der Aufgabe umzuwandeln.

Ach ja. Ein zweites Thema ist mir noch wichtig. Vielleicht sogar meinem Mann noch wichtiger.

Kinder sollen und müssen Kinder sein dürfen.

Gummistiefel sind kein modisches Statement, sondern ein Schuh mit dem man unglaublich gut 10, 20, 30 Mal hintereinander in Pfützen springen kann. Schnee-, Regen- & Matschhosen sind abwaschbar und es gilt ihre Einsatzgrenzen zu erkunden. Ein Abendessen muss nicht immer am Esstisch stattfinden, sondern kann durchaus auch mal ein Picknick mit Tischdecke auf dem Küchenboden sein. Allerspätestens mit den eigenen Kindern sollte man das Kind in sich wiederentdecken und ihm freien Lauf lassen.

 

Unsere Gastautorin Mariam brachte Töchterchen Nummer eins in Malaysia zur Welt, hier war eine Hebamme lediglich bei der Geburt anwesend, alles andere machte sie alleine. Töchterchen Nummer zwei kam in Deutschland zur Welt, wo sie schnell merkte, wie wunderbar die Rundum-Sorglos-Betreuung einer Hebamme ist. Sie hofft sehr, dass sich bald eine gute Lösung für die Haftpflichtproblematik freiberuflicher Hebammen findet, die eine ganz fabelhafte, wichtige Arbeit leisten.

Lillydoo_Testpaket_3
Interview mit Zweifach-Mama, Hebamme und Lillydoo Mitgründerin Sissi Rasche
4.44 / 5 Sternen
(9 Bewertungen)

Experten

Experten

Unser Team aus Experten - Hebammen, Apotheker, Kinderärzte, Logopäden und mehr - gibt Dir hier regelmäßig Fachtipps für Dich und Deine Familie.

Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Hilfreiche "Tags" HTML <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>