Kliniktasche schon gepackt? Das muss wirklich hinein!

Rückt der Geburtstermin näher, wird auch das Thema Kliniktasche immer präsenter. Im Geburtsvorbereitungskurs hast Du vermutlich bereits ausführlich über den Inhalt gesprochen und erfahren, was im Kreißsaal nicht fehlen sollte. Manche Schwangere stellen die Kliniktasche bereits vor der 30. Schwangerschaftswoche im Flur bereit, andere wiederum fangen erst kurz vor der Entbindung in den Wehen an zu packen. Und, hast Du schon Deine Kliniktasche gepackt?

Eva fragte sich am Ende ihrer ersten Schwangerschaft stillschweigend, warum so ein Hype um das Packen und um den Inhalt der Kliniktasche gemacht wird…

Die Kliniktasche. Familie, Freunde und Bekannte fragten mich bei nahendem Geburtstermin ständig, ob ich schon gepackt hätte.

Vorfreude ist die schönste Freude

Damals habe ich tatsächlich in der 36. Woche einen Weekender von Marc O´Polo gepackt. Während dessen überkam mich ein schönes Gefühl der Vorfreude. Vorfreude auf mein Baby, dass ich nach den mühsamen 40 Wochen Schwangerschaft endlich in den Armen halten werde.

 

Was das Packen der Kliniktasche mit einem Wellness-Wochenende zu tun hat

Meine Hebamme sagte mir damals, dass mein Mutterpass und die Krankenversichertenkarte das Wichtigste seien für die Geburt. Dazu packte ich für mich alles genauso ein, wie wenn ich für ein verlängertes Wellness-Wochenende verreisen würde. Nur die Sportsachen blieben dieses mal zu Hause.

Dafür packte ich gemütliche Nachthemden, Jogginghosen und Flip Flops ein und ein Baby-Outfit für ein Mädchen in Größe 56. Die Zeitschriften und mein Lieblingsbuch hätte ich allerdings zu Hause lassen können. Ich hatte in den ersten Tagen wirklich keine freie Minute zu lesen. Außerdem war mein neues Leben als frischgebackene Mutter viel zu aufregend.

 

Und wenn etwas Wichtiges vergessen wird? Ist der Papa da!

Bei der Kliniktasche verhält es sich mit Sicherheit genauso wie mit dem Urlaub. Einige werdende Mütter packen tendenziell immer zu viel ein, die anderen zu wenig. Und die meisten von uns vergessen etwas Wichtiges. Das ist aber im Fall der Geburt nicht so dramatisch wie bei einem Wochenend-Trip nach Paris. Die vergessenen Dinge können unproblematisch vom frisch gebackenen Vater zu Hause geholt und in die Klinik gebracht werden. In meiner Gefühlsduselei hatte ich damals vergessen, an mein Ladekabel für das Handy zu denken. Meine erste Zimmergenossin hat sich sogar komplett von ihrer Familie verköstigen lassen, weil ihr das Krankenhausessen überhaupt nicht schmeckte. Ihr seht, auch Freunde, Verwandte und die engsten Familienmitglieder freuen sich, wenn sie euch in den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt etwas helfen können.

 

Kleidung nach einem Not-Kaiserschnitt

Ich war nach dem ersten Schock über den Geburtsverlauf so glückselig über meine gesunde Tochter und voller positiver Energien, dass ich das Essen meist vergessen habe und deshalb prompt Rüffel von den Stillschwestern bekam. Noch so etwas, über das ich viel zu wenig aufgeklärt wurde vor meiner ersten Geburt: Meine Brustwarzen waren nach den ersten 24 Stunden blutig und wund genuckelt. Da half auch keine Vaseline und Muttermilch mehr. Deshalb konnte ich in den ersten Tagen nach der Geburt unmöglich einen der Still-BHs tragen, die ich ganz umsonst mit in die Kliniktasche gelegt hatte.

Womit ich auch nicht gerechnet hatte, war die Tatsache, dass ich nach einem Not-Kaiserschnitt unmöglich irgendeine Hose tragen konnte und stattdessen von den Krankenschwestern täglich in hübsche Thrombose-Strumpfhosen gesteckt wurde. Auch wusste ich damals nicht, dass mein Bauch nach der Geburt noch so groß sein würde und so war ich mit einigen T-Shirts viel zu optimistisch.

 

Kaiserschnitt = Kliniktasche für fünf Kliniktage

Vor der Geburt meiner zweiten Tochter war ich dann schlauer und wusste auch, dass ich im Falle eines Kaiserschnitts für fünf Kliniktage packen muss, und nicht nur für 3 Übernachtungen. Die Mütter, die sich für eine Geburt im Hebammenhaus oder ambulant entscheiden, benötigen dahingegen nur eine Wechselgarnitur für sich selbst, ein Babyoutfit und eine Babytransportschale, um das Neugeborene gleich mit nach Hause nehmen zu können.

 

Checkliste zum Packen der Kliniktasche

Was kommt in die Kliniktasche?

  • Gemütliche Nachthemden
  • Lässige T-Shirts
  • Jogginghosen
  • Flip Flops
  • Still BHs
  • Stilleinlagen
  • Kulturtasche
  • Kosmetiktasche (mit wasserfester Wimperntusche)
  • Baby-Outfit in Größe 56
  • Mutterpass
  • Die Krankenversichertenkarte
  • Personalausweis
  • Handyladekabel
  • Babyschale (für den Tag, an dem es nach Hause geht)
  • Windeln bekommst Du im Krankenhaus zu genüge

Mittlerweile sind Eva Luna Lindners Töchter mittelgroß und tollen über die Felder im Münchner Umland. Trotzdem ist es für Eva, als sei es heute gewesen, dass sie sich die Frage stellte „Was packe ich in die Kliniktasche?“. Mehr von Eva kannst Du auf ihrem Mamablog Blog www.stylepuppe.com lesen.

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