Kangatraining – was ist das überhaupt?

Zum Coffee Talk mit Kangatrainerin Jacqueline Wrage. Kanga – was? Na, Kangatraining! Kangatraining umfasst ein rundum Sportangebot für Dich und Dein Kind. Sport vor dem Baby. Sport mit Baby. Sport nach der Elternzeit. PreKanga, Kanga und KangaBurn. Beim Kangatraining hast Du Dein Baby die ganze Zeit nah bei Dir – in der Babytrage oder im Tragetuch. Und der Name? Na der stammt von keiner anderen, als Winnie Poos Känguru Mama „Kanga“.

PreKanga – vor der Geburt

Der Slogan „Dein kugelrundes Workout – fit durch die Schwangerschaft“ trifft es ganz gut. Du suchst eine schöne Alternative zu den sonstigen Sportangeboten rund um die Schwangerschaft, dann ist PreKanga genau das Richtige für Dich.

Kanga – fit mit Baby

Ebenfalls gut mit dem Slogan „Das ultimative Workout für Mütter – die Mama wird fit und ihr Baby macht mit“ beschrieben. Beim regulären Kangatraining hast Du Dein Baby in der Tragehilfe oder im Tragetuch dabei. Hier wird besonders darauf geachtet, Deinen Beckenboden zu schonen und gleichzeitig zu stärken. Außerdem wird besonders auf eine korrekte Körperhaltung im Alltag mit Deinem Baby und auf die Festigung Deiner tiefliegenden Bauchmuskulatur hin gearbeitet.

KangaBurn – fit (ohne Baby) für den Alltag mit Familie

KangaBurn startet ein Jahr nach der Geburt. Diese Kursart umfasst ein Sportprogramm für Jedermann. Mamas. Papas. Tanten. Onkels. Sportsfreunde. Ein Fitness-Programm für all die, die fit im Alltag sein möchten.

Jacqueline Wrage ist zertifizierte Kangatrainerin und hat Erfahrung in der Trageberatung. Nach der Geburt ihres ersten Kindes war sie auf der Suche nach Sportmöglichkeiten, die mit Baby möglich sind. So kam sie zufällig auf Kanga und hat kurze Zeit später in Wien eine Ausbildung zur Kangatrainerin gemacht. Seit nunmehr zwei Jahren bietet sie unter www.kangatraining-landshut.de Kurse in und um Landshut an, voller Freude mit großartigen teilnehmenden Mamis.

Unsere limango Redakteurin Claire hat Jacqueline zu einem kleinen Coffee Talk oder sollten wir eher sagen „Kanga Talk“ getroffen:

Liebe Jacqueline, warum sollte ich mich für Kangatraining entscheiden?

Man braucht keinen Babysitter! Das ist der erste, wichtige Punkt. Im ersten Jahr mit Kind arbeiten die Väter meist und nicht alle Mütter haben Großeltern in der Nähe. Einen Babysitter möchte auch nicht jede von ihnen in dem kleinen Babyalter engagieren. So können Mamis ihr Sportprogramm mit Baby absolvieren, wieder fit werden und nebenbei die ersten Babypfunde verbrennen. Toll am Kangatraining: Die Mutter steht im Vordergrund. Während bei anderen Babykursen das Baby die Hauptrolle spielt, schlummert dies hier gemütlich in der Babytrage, während die Mama sich fit macht.

Mein Baby weint – und nun?

Die Sorge haben viele Mütter, aber ich kann hier jede beruhigen. Spätestens nach dem zweiten Lied schlummern die Kleinen genüsslich vor sich hin. 99 Prozent der Babys schlafen beim Kangatraining ein. Die schaukelnden Bewegungen in Verbindung mit Musik sind besser als jedes Schlaflied.

Mit Schreibaby zum Kangatraining?

Na klar! Wenn sich Mütter unsicher sind, Angst haben, die Gruppe zu stören oder sonstige Bedenken, bieten wir immer gerne Probestunden an. Vor allem bei Koliken hilft Kangatraining unterstützend. Haben die Kleinen mit Koliken zu kämpfen, braucht ihr Bäuchlein viel Wärme und Bewegung zur Beruhigung. Die Wärme ist durch die schöne Position an Mamas Bauch gegeben und die Bewegung ist beim Workout non stop da.

Mein Baby geht nicht in die Babytrage!

Auch hier kann ich die Bedenken sofort nehmen. Oft sind Mütter verunsichert, wenn ihre kleinen Mäuse weinen, machen sich Gedanken und Sorgen, was sich wiederum auch schnell auf das Baby überträgt. Hier rede ich gerne in Ruhe mit den Müttern, gebe Tipps, das Tragen so angenehm wie möglich zu gestalten für Mama und Kind und dann klappt es meist. Es sind auch viele andere Mamas mit gleichaltrigen Kindern da, die sich gegenseitig toll austauschen.

Ein gutes Stichwort. Kann ich auch mit Tragehilfe vom Discounter trainieren?

Die Tragehilfe muss die Kriterien des gesunden Tragens erfüllen, wie beispielsweise

  • Baby ist dem Träger zugewandt (face to face)
  • Anhock-Spreiz-Haltung und gerundeter Rücken werden unterstützt
  • Kopfstütze möglich
  • Tragen ist für den Träger komfortabel

Die Kriterien des gesunden Tragens findest Du mit einem Klick hier.

Darf ich direkt nach der Geburt mit Kanga beginnen?

Nachdem Du den postnatalen Check beim Frauenarzt bestanden hast, könnt ihr gemeinsam am Kangatraining teilnehmen. Das sind in etwa sechs bis acht Wochen nach einer spontanen Geburt. Hattest Du einen Kaiserschnitt, musst Du Dich ein wenig gedulden. Nach dem Kaiserschnitt ist Kanga mit Baby ab frühestens zwölf Wochen nach der Geburt möglich. Wichtig ist hier, dass Kanga kein Ersatz für die Rückbildung ist. Es ist eine gute Ergänzung der Rückbildung oder auch für danach.

Wie oft Kangatraining? Ein oder zweimal die Woche?

Beim Kangatraining empfiehlt sich ein Kurs einmal pro Woche. Weitere zwei Male sollten die teilnehmenden Mütter daheim Sport machen. Sich vielleicht mit einer anderen zusammenschließen und gemeinsam sporteln.

KangaBurn ebenfalls einmal, bis maximal zweimal pro Woche.

Ich empfehle meinen Müttern immer, fit durch den Alltag zu gehen. Sich den Alltag möglichst aktiv zu gestalten. Das hilft ungemein.

  • Treppen steigen
  • Spaziergänge
  • Fahrrad fahren

Ist ein Kurs immer gleich aufgebaut?

Wir beginnen mit dem Sonnengruß und danach mit Bodenübungen bei denen die Babys neben den Mamis liegen. Erfahrungsgemäß werden die Kleinen dann langsam unruhig und dann geht’s auch schon in die Tragen zum kuscheln.

Die Frage der Fragen: Benötige ich besondere Kleidung für Kanga?

Nein, einfache Sportbekleidung ist vollkommen ausreichend. Bestenfalls solltest man Barfuß am Training teilnehmen – für das bessere Köpergefühl.

Und mein Kind?

Einen dünnen Body, Babylegs oder eine dünne Leggings oder Strumpfhose.
Babylegs sind die beliebten Kanga-Stulpen. Sehr praktisch – so kneift und ziept nichts.

Apropos Baby – gibt es ein Maximalalter für Babys beim Kanga?

Gibt es nicht. So lange, wie die Babys Spaß haben. Mir hat mal eine Kollegin erzählt, dass sie ihr dreijähriges Kind im Kurs dabei hat.

 

Hier findest Du Kursorte für Kangatraining in Deiner Stadt

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Kangatraining – was ist das überhaupt?
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