Dinge, die du garantiert brauchst, wenn Du Mama wirst

Hurra, Du wirst Mama! Je größer der Bauch, desto größer die Lust auf Einkäufe für Deinen neuen Bewohner und Dein neues Leben. Eine Schwangerschaft kann zum Kaufrausch führen – das wirst Du merken. Doch welche Dinge sind wirklich sinnvoll?

Unsere Gastautorin Timea Sternkopf, freie Journalistin und Mama einer zweijährigen Tochter, erzählt Dir heute von den Dingen, die Du sicher gut gebrauchen kannst, wenn Du Mama wirst.

Wer zum ersten Mal Mutter wird, dem fehlt es oftmals an Erfahrung aus dem neuen Alltag mit Kind. So ging es auch mir und wenn ich nun Revue passieren lasse, in welche Babysachen ich investierte, dann wird mir klar, dass ich definitiv zu viel gekauft hatte. Wenn Du Mama wirst, dann merkst Du schnell, dass sich Deine eventuell vorhandene Shoppingsucht von Schuhen auf Babysachen verlagert.

Hier sind meine Tipps, welche Investitionen sich wirklich lohnen:

1. Ein guter Kinderwagen

Ein Kinderwagenkauf ist wie ein Autokauf. Je nach Fülle Deines Geldbeutels fällt die Wahl auf ein Premium-Modell mit sämtlichem Schnickschnack oder vielleicht auf ein solides gebrauchtes Modell, das aber trotzdem Deinen Ansprüchen genügt. Ein qualitativ billiges Teil, das nicht die Funktionen bietet, die Dir wichtig sind, sollte man sowohl beim Autokauf, als auch beim Kinderwagenkauf meiden. Bedenke, dass Du den Kinderwagen für eine sehr lange Zeit wahrscheinlich täglich im Einsatz haben wirst. Selbst wenn Du Dein Kind im Tragetuch transportierst, wird es irgendwann zu schwer werden und Du brauchst einen Buggy – denn auch Kleinkinder, die bereits laufen können wollen gerne rumgefahren werden, wenn sie müde sind.

Sinnvoll sind daher Kombi-Modelle, die später zum Buggy umfunktioniert werden können. Vergiss nicht: Dein Kind wird schneller wachsen, als Du denkst. Die Buggy-Funktion Deines Kombi-Kinderwagens sollte also nicht außer Acht gelassen werden – diese wirst Du länger nutzen als den Babyaufsatz. Wenn Du viele Spaziergänge auf holprigen Geländewegen planst oder gar mit dem Kinderwagen joggen möchtest, dann prüfe den Wagen auf genau diese Funktionen. Sicherlich lohnt sich auch die Anschaffung eines einfachen, gebrauchten Kinderwagens für den Beginn und sobald Dein Kind größer wird und Du mehr Erfahrung im Mama-Alltag gewonnen hast, kannst Du Dich für einen geeigneten Buggy entscheiden nach folgenden Gesichtspunkten:

  • Größe (wie groß ist Dein Auto und passt der Kinderwagen wirklich problemlos rein?)
  • Beschaffenheit der Reifen (Sind sie geländetauglich? Sind sie wendig genug, um im Supermarkt durch die Gänge zu kommen?)
  • Federung (Willst Du mit dem Teil joggen ohne, dass dein Kind eine Gehirnerschütterung bekommt?)
  • Handhabung beim Zusammenklappen (nichts ist schlimmer, als ein komplizierter Kinderwagen…).

2. Fahrradanhänger

Auch mit Baby oder Kleinkind möchte man bequem vorwärtskommen oder schöne Ausflüge genießen. Statt ständig mit dem Auto die Luft zu verpesten oder auf überfüllte öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen, ist Fahrradfahren eine schöne Alternative. Dank Fahrradanhänger ist dies auch mit kleinem Kind möglich ist. Ohne Frage sind diese speziellen Anhänger sehr teuer, denn auf Qualität solltest Du besser nicht verzichten, wenn Du Dein Kind auf der Straße rumkutschierst. Ich suchte lange und intensiv und schließlich fand ich einen kostengünstigen Anhänger über Kleinanzeigen. Wenn es ein Markenmodell ist, darf der Anhänger auch ruhig mal älter sein, die Qualität siegt über Optik.

3. Babyphone

Unsere Eltern kamen auch ohne moderne Technik zurecht, als Sie uns groß gezogen haben. Doch nur weil es möglich ist, heißt es nicht, dass es besser ist. Ich persönlich liebe technische Alltagshelfer und was sie uns ermöglichen. Ein gutes Babyphone sichert Dir und Deinem Partner sorglose Abende. Mit einem Babyphone mit Kamera wirst Du zum ultimativen Baby-Spion: Du kannst Deinen Nachwuchs hören und beobachten. Es gibt also keinen Grund mehr die Zimmertür offen zu lassen, wenn Dein Kind schläft. Der Nachteil bei Babyphones mit Kamera ist die geminderte Reichweite der Funkverbindung. Wenn Du im Urlaub mit deinem Partner trotz schlafendem Kind im Zimmer an die Hotelbar möchtest, dann empfiehlt sich ein rein akustisches Dect-Babyphone: Diese bieten eine störungsfreie Verbindung mit sehr hoher Reichweite.

4. Tragetuch oder Babytrage

Wie bereits oben erwähnt ist ein guter Kinderwagen eine wichtige Investition für die Mobilität mit Kind. Doch viele Babys möchten lieber den ganzen Tag von Mama oder Papa herumgetragen werden. Um Dir das Tragen zu erleichtern gibt es tolle Tragetücher oder Babytragen. Am besten schaust Du Dir vor dem Einsatz eines Tragetuches Videos über das richtige Binden an oder Du fragst Deine Hebamme. Babytragen mit Klettverschluss z.B. sind eine unkomplizierte Alternative zum Tragetuch. Bei mir kam die Babytrage sehr oft zuhause zum Einsatz. Da sich meine neugeborene Tochter überhaupt nicht ablegen ließ, erledigte ich Haushalt und Co. während sie an meinem Oberkörper gebunden friedlich schlummerte.

5. Eine Babywippe oder Federwiege

Paradoxerweise brauchen die meisten Babys in den ersten Monaten Bewegung, um ruhig zu bleiben. Sie wurden schließlich neun Monate in unseren Bäuchen rumgetragen und automatisch den ganzen Tag gewippt und gerüttelt. Verständlich also, dass viele Babys unzufrieden sind mit der plötzlichen Bewegungslosigkeit ihrer neuen Bettchen. Meine Tochter war ein besonders schwieriger Fall und nach vielem rumprobieren fanden wir die Lösung: Eine Federwiege. Diese lässt sich wunderbar an den Türrahmen oder an die Wand montieren und jedes Mal wenn Dein Kind anfängt unruhig zu werden fängt sie an zu federn. Natürlich kannst Du es auch mit einer klassischen Babywippe versuchen, wobei diese oftmals steif sind und sich nicht der natürlichen Rundung vom Rücken deines Babys anpassen, so wie der weiche Stoff einer Federwiege.

Timea

Unsere Gastautorin Timea lebt mit ihrer kleinen Familie (Tochter (2), Ehemann und Hund) bei München und schreibt für ihr Leben gerne über das Mamasein. Immer mit etwas Humor und garantiert mit viel Mamaliebe.

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Wer weiß besser über das Familienleben Bescheid, als Eltern selbst. So freuen sich unsere Gastautoren - waschechte Schreiberlinge mit Kids zwischen 0 und 12 Jahren - in ihren Texten spannende Familienthemen mit Dir zu teilen.

1 Kommentar
  1. Hallo Timea, ein sehr interessanter und wahrer Beitrag! Super, dass du Mütter und auch Eltern hier an deiner Erfahrung teilhaben lässt und ihnen Tipps gibst, damit sie in ihrer ersten Aufregung aufgefangen werden können. Das ist echt super und sehr hilfreich für viele, da bin ich mir sicher. Viele Grüße und macht weiter so. Michael Keulemann aus Hannover

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