Wandern mit Kindern: Top 5 für den Wanderurlaub mit Deiner ganzen Familie

Wandern mit Kindern macht im Spätsommer und Herbst besonderes viel Spaß. Dann ist es nicht mehr so heiß und voll in den Bergen. Beim Wandern mit Kindern musst Du allerdings auch ein paar Dinge beachten, damit die kleinen Wandersleute bei Laune bleiben. Bei Kleinkindern spielt der Schwierigkeitsgrad der Wanderroute eine große Rolle, für Babys ist das richtige Wanderequipment empfehlenswert und mit der richtigen Unterhaltung schaffen die kleinen Mäuse auch den Abstieg, den Rückweg zur Hütte oder zum Auto mit Links. 

Unsere Gastbloggerin Alexandra, Mama von vier Kindern zwischen eins und sieben Jahren, war im Sommerurlaub in den Bergen. Im limango Magazin verrät sie Dir heute, was mit in die Berge muss, damit Deine ganze Familie Spaß beim Wandern hat …

Das zweite Jahr sind wir in diesen Sommerferien bereits mit unseren vier Kindern in den Wanderurlaub ins Allgäu gefahren. Im Vorfeld hätte ich nie gedacht, dass es uns allen so gut gefällt, aber im Wandern verbindet uns eine gemeinsame Leidenschaft und jeder kommt auf seine Kosten. Für alle, die noch ein falsches Bild im Kopf haben. Ihr entdeckt gemeinsam ganz wundervolle Orte, erlebt spannende Augenblicke und füllt Eure gemeinsamen Erinnerungen mit unbeschreiblichen Bildern.

Nicht alle unserer vier Kinder können gleich gut und gleich sicher laufen. Die Kleinen sind noch auf unsere Unterstützung und Hilfe angewiesen. Der Kleinste sitzt beim Papa auf dem Rücken in der Kraxe, doch die Großen sind sehr stolz bereits ihre eigene Wanderausrüstung tragen zu dürfen.

Je nach Wandergebiet machen wir uns im Vorfeld selbstverständlich über den Streckenverlauf, die Höhenmeter und die Schwierigkeitsstufe schlau, aber die Ausrüstung bleibt dabei größtenteils gleich. Einmal angeschafft, hält vieles unserer Ausrüstung für mehrere Jahre.

Tipps zum Wandern mit Kindern

Was unbedingt mit in den Wanderurlaub muss und auf keinen Fall vergessen werden darf, stelle ich Dir darum heute gerne vor:

1. Wanderschuhe:

Das ist wohl das allerwichtigste Werkzeug beim Wandern. Und ja, auch schon bei Kindern. Unbedingt. Wir verreisen nur mit passendem Schuhwerk bei allen Kindern. In diesem Fall darfst Du ausnahmsweise einmal nicht nur nach Optik gehen. Die passenden Wanderschuhe zu finden, ist vielleicht insbesondere bei uns mit vier Kindern oft mühsam, da dieser Teil der Ausrüstung für die Kinder tatsächlich jedes Jahr neu gekauft werden muss. Die Füße wachsen einfach zu schnell. Aber ohne passende Wanderschuhe werden Deine Kinder die leichteste Strecke nicht ohne Jammern überstehen. Darum kümmere Dich vor einem Wanderurlaub unbedingt um ansprechendes Schuhwerk.

 

2. Outdoor-Jacken/Hosen:

Dieser Punkt ist ebenfalls total wichtig im Wanderurlaub, denn die Wetterlage kann sich schnell ändern. Schon oft sind wir in den Alpen von der einen auf die andere Minute vom schlechten Wetter überrascht worden. Damit musst Du immer rechnen und am besten die passende Ausrüstung für jedes Familienmitglied gleich mit dabei haben. Unsere großen Kinder tragen ihre Schlechtwetterausrüstung darum direkt selbst im Rucksack auf dem Rücken. Du solltest darauf achten, dass Deine Ausrüstung wasserdicht, atmungsaktiv ist und im besten Fall noch von innen wärmt. Funktionsjacken halten starken Temperaturunterschieden stand und bringen Dich auch leicht durch eine Schlechtwetterlage.

 

3. Brotdosen und Trinkflaschen:

Insbesondere für Deine Kleinen ist dieser Punkt am Morgen bereits ein Highlight, noch vor der eigentlichen Wanderung. Denn wem bitte ist Essen und Trinken nicht wichtig? Bevor wir in den Tag starten und das Haus verlassen, darf jeder seine Wünsche für die Brotdosen und die Jause am Mittag äußern. Dabei achte ich darauf, dass ich Brotdosen und Trinkflaschen kaufe, die sich am Abend wieder leicht säubern lassen und die sich auf keinen Fall zwischendurch leicht öffnen lassen. Die Kinder suchen sich also ihr eigenes Menü aus Trauben, Äpfeln, anderen Obstsorten und Butterbroten aus. Alles rein die Döschen und der Rucksack bleibt schön sauber. Die Trinkflaschen werden bei uns ausschließlich mit Wasser befüllt, aber das ist reine Geschmackssache.

 

4. Rucksack

Auch in diesem Punkt sind die Geschmäcker natürlich total verschieden. Insbesondere bei Mann und Frau. Unsere Mädels gehen in Sachen Rucksack eher nach Optik und der große Junge eben typisch für einen Mann, geht nach Praktikabilität. Wie viele Taschen hat der Rucksack, wo kann die Lupe und der Insektenbehälter am bestens verstaut werden. Passen die Taschenlampe und Sitzkissen auch noch mit hinein? Unsere Mädchen sind da etwas genügsamer. Solange die Farbe stimmt, ist der Rest schon fast egal. Ganz so einfach solltest Du es Dir natürlich nicht machen, denn immerhin trägst Du den Wanderrucksack den ganzen Tag auf dem Rücken und er muss mitunter eine Menge von Dir und Deiner Familie verstauen können. Wichtig ist, dass Du Dir Deinen Wanderrucksack fest an Rücken, Brust und/oder Taille schnallen kannst, so dass sich das Gewicht des Rucksackes gut auf Deinen Körper verteilt. Gleiches gilt für Deine Kinder.

 

5. Wanderkarte

Du wirst in den wenigsten Gebieten Deiner Wanderroute Handyempfang haben und wenn doch, dann ist so gering, dass Du vielleicht gerade einmal telefonieren kannst. Darum verwenden wir noch ganz klassische Wanderkarten, die uns den richtigen Weg aufzeigen. Im Vorfeld schauen wir uns die Route immer genau an, aber wenn Du dann mittendrin auf einmal von zwei Wegen überrascht wirst und nicht weißt, welcher der Richtige ist, bist Du dankbar, Dich nicht auf Dein Handy verlassen zu müssen. Die Wanderkarte nimmt nicht viel Platz im Rucksack weg und erspart dir unnötige falsche Wege. Denn gerade mit kleinen Kindern solltest Du gut mit Deinen Kräften haushalten.

 

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Alexandra Reges Leben

Vor ihrem Urlaub war sich Vierfach-Mama Alexandra unsicher, ob all die Kids Spaß am Wandern haben werden. Eine fünfstündige Wanderung später sagt sie ganz klar: Ja! Mit dem richtigen Equipment, Teamwork von Mama und Papa und fleißgen Mäusen kann man fast (!) jeden Berg besteigen. Mehr von Alexandra kannst Du auf ihrem Mamablog Reges Leben lesen.

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