20. SSW – Dein Baby ist in der 20. SSW so groß wie eine Banane

Halbzeit! Wie großartig, heute ist die erste Schwangerschaftshälfte geschafft. Halte durch, nochmal so lang und Du hältst Deinen Schatz endlich in Deinen Armen. Bis dahin solltest Du aber noch einiges beachten – regelmäßige Pausen zum Beispiel. Auch, wenn Du Dich super fit fühlst, der Babybauch macht Deinen Muskeln, Bändern und Gelenken zu schaffen. Alltägliche Dinge werden nun immer anstrengender. Denk daran, dass Du Dir in den nächsten 20 Schwangerschaftswochen immer wieder Pausen einplanst bei allem, was Du tust. Auch wenn dadurch alles etwas langsamer geht, die Ruhe wird Dir und Deinem Kind gut tun.

Wie entwickelt sich Dein Baby in der 20. SSW?

20. Schwangerschaftswoche: Dein Baby misst jetzt schon circa 16,4 cm vom Scheitel bis zum Steiß und ca. 25 cm vom Kopf bis zu den Zehen. Ab dieser SSW kann das Kleine in seiner vollen Länge gemessen werden, da es nicht mehr so zusammengerollt im Bauch liegt. Das Gewicht beträgt gerade ungefähr 300 Gramm.

Die Zeit, in der der Fötus nicht mehr einfach im Bauch liegt und sich kaum bewegt, ist vorbei. Das merkst Du daran, dass Du hin und wieder kleine Tritte spürst oder Bewegungen merkst. Am besten legst Du Dich ruhig und entspannt hin, dann kannst Du Dein Baby am deutlichsten wahrnehmen. Wenn Du Dich bewegst, dann schaukelst Du Dein Kleines in den Schlaf, denn es schläft im Moment noch ungefähr 20 Stunden pro Tag. Sobald Du zur Ruhe kommst, wird es meist aktiv – zwischen 20 und 23 Uhr.

Obwohl Dein Baby auf dem Ultraschall schon als Kind zu erkennen ist, muss noch einiges passieren. Jetzt bildet sich die Fettschicht unter der Haut weiter aus, damit Dein Baby nicht so friert. Auch die Nervenzellen vermehren sich unfassbar schnell und wandern in die richtigen Hirnwindungen. Pro Minute bilden sich 200.000 Gehirnzellen. Bis zum Geburtstermin werden es über 100 Milliarden Zellen sein.

Was macht eigentlich Dein Körper in der 20. SSW?

Ebenso auffällig wie der größer werdende Bauch, ist der deutlich größere Busen. Falls noch nicht bereits geschehen – jetzt wäre der Moment, wo Du einen neuen BH kaufen solltest. Am besten suchst Du in einem Kaufhaus bei der Umstandskleidung. Denn Du brauchst jetzt einen BH, der speziell auf Deine Bedürfnisse abgestimmt ist. Er sollte einen verstärkten Verschluss haben, Dein Bindegewebe stützen und gleichzeitig Deinen schon sehr belasteten Rücken schonen. Je schwerer die Brüste werden, desto mehr Schonhaltung nimmst Du ein, krümmst die Wirbelsäule und das führt dann zu Rückenschmerzen. Deswegen natürlich nochmal: Mach genügend Pausen – auch während der Arbeit.

Es kann bereits im 2. Trimester vorkommen, dass etwas Milch austritt. Mach Dir hier keine Sorgen, das ist völlig normal. Die austretende Milch ist ein Zeichen, dass Dein Körper bereit ist, Dein Kind auch außerhalb des Bauches zu versorgen. Im Falle einer Frühgeburt könnte das Kind bereits mit Milch versorgt werden.

Typisch Frau wirst Du wahrscheinlich nun jeden Tag auf der Waage erschrecken, aber denk jetzt bitte nicht daran. Du bist schwanger und es ist nur gut und wichtig, dass Du zunimmst. Wie hoch die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ist, ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Früher hat man gesagt, es seien circa 12 Kilo, mittlerweile sagt man, dass es eher 15 bis 20 Kilo sind. Achte einfach darauf, was Dein Körper fordert und was Dir gut tut, dann ist alles gut. Stelle nur sicher, dass Du die richtige Nahrung zu Dir nimmst. Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft ist das A und O. Eisen beispielsweise ist sehr wichtig, sonst könnte es zu einer Blutarmut kommen und Du würdest eine noch stärkere Müdigkeit verspüren. Eisenhaltige Lebensmittel sind beispielsweise Getreidesorten wie Spinat, Linsen, Fisch, Geflügel und mageres, rotes Fleisch. Falls Du unsicher bist, was genau Du essen sollst, damit Du und Dein Baby rundum mit allem versorgt seid, was ihr braucht, frag einfach Deinen Arzt.

Was stehen für Untersuchungen in der 20. SSW an?

Die nächste Vorsorgeuntersuchung steht an. Die zweite Ultraschalluntersuchung wird Dir schon ein ganz anderes Bild zeigen als beim ersten Mal. Jetzt kann vermessen werden, ob die derzeitige Entwicklung Deines Kindes voranschreitet wie sie soll. Kennzeichen dafür sind Kopfdurchmesser, Brustkorb und Bauch sowie die Länge der Gliedmaßen. Wenn Dein Baby gerne möchte und günstig liegt, kannst Du – falls Du neugierig bist – jetzt in der 20. Schwangerschaftswoche erfahren, was Du bekommst, Mädchen oder Junge. Schreib gleich alle Deine Gedanken und Gefühle in Deinen Schwangerschaftskalender, um Dich immer an diesen Moment zu erinnern.

Außerdem wird bei den Vorsorgeuntersuchungen sowohl von Deinem Arzt als auch von Deiner Hebamme der Fundusstand ertastet. In der Zeit vor dem Ultraschall war das das wichtigste Indiz dafür, wie die Schwangerschaft verläuft. Auch in der heutigen Zeit ist diese Messung aber immer noch ein Anzeichen für den Verlauf der Schwangerschaft. Hierbei wird der obere gewölbte Teil der Gebärmutter ertastet. Liegt er zu Beginn der Schwangerschaft noch knapp über dem Schambein, wird er vor der Geburt knapp unter dem Brustbein liegen. Gerade liegt der Fundus drei Finger breit unterhalb des Nabels. Auch wenn der Ultraschall bessere und genauere Ergebnisse liefert, ertastet die Hebamme den Stand regelmäßig und trägt ihn in den Mutterpass ein. Erst wenn das Baby in den Geburtskanal rutscht, sinkt der Fundusstand wieder. Dann hast Du in Deinem Bauch auch wieder mehr Platz, die Lunge und der Magen sind wieder an Ort und Stelle und Du hältst bald Dein Baby im Arm.

Was gibt es noch für Tipps?

Wie gerade schon erwähnt, ist die Ernährung das A und O in der Schwangerschaft. Du willst Deinem Kind doch von Anfang an nur das Beste geben. Neben genügend Eisen sind natürlich Nährstoffe wie Vitamine, Folsäure, Kohlehydrate und Mineralstoffe sehr wichtig. Die findest Du zum Beispiel in frischem Obst, Gemüse, Kartoffeln, Getreideflocken und Vollkornbrot. Wichtig für Dein Baby ist auch Kalzium, das findest Du natürlich in Milchprodukten. Außerdem ist Eiweiß und Jod ganz gut, was in Fisch enthalten ist. Den könntest Du circa zweimal pro Woche auf den Tisch bringen. Worauf Du eher verzichten solltest – auch im Hinblick auf Dein Gewicht – sind sehr fette Speisen, fettes Fleisch, schwere Soßen und leider auch Süßigkeiten. Es ist natürlich nicht verboten sich hin und wieder etwas zu gönnen, aber bitte alles in Maßen.

Noch einen kleinen Tipp, um lästige Nebenwirkungen zu vermeiden: Durch die veränderten Hormone ist Deine Vaginalflora ein bisschen gestört. Die Milchsäurebakterien gehen zurück und Keime können sich ausbreiten. Achte darauf, dass Du Infektionen vorbeugst, indem Du Schwimmbäder und Saunen meidest. Sollte es doch zu einer Vaginalinfektion kommen, kannst Du immer Deinen Frauenarzt um Rat bitten, er kann Dir schnell helfen.

Hier erfährst Du, wie es in der 21. Schwangerschaftswoche weitergeht: 21. SSW.

Und hier gelangst Du zur 19. Schwangerschaftswoche: 19. SSW.

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limango Redaktion

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