34. SSW – Dein Baby ist in der 34. SSW so groß wie eine Cantaloup-Melone

Endlich – es ist soweit! Mit der 34. Schwangerschaftswoche beginnt der Mutterschutz. Diesen Tag hast Du sicher seit Tagen, vielleicht sogar Wochen herbeigesehnt. Nimm Dir jetzt Zeit für Dich und Deinen Partner, solange ihr noch zu zweit seid (oder zu dritt…). Das Wichtigste sind jetzt vor allem ausgedehnte Ruhepausen. Nutze die Zeit doch dafür alles, was Dir noch einfällt, in Deinen Schwangerschaftskalender zu schreiben, Deine Gedanken und Wünsche. Vielleicht planst Du auch etwas für Dein Kind, das Du unbedingt noch machen möchtest.

Einen Brief, den Du Deinem Kind direkt nach der Geburt schreibst und ihm zum 18. Geburtstag schenken möchtest zum Beispiel. Jetzt hast Du die Zeit um solche Dinge zu planen.

Was macht Dein Baby in der 34. SSW

Mitten im 3. Trimester und sechs Wochen bevor planmäßig Dein Kind auf die Welt kommt, ist es in etwa schon 45 Zentimeter groß und wiegt ungefähr 2.100 Gramm. Die nächsten zwei Schwangerschaftswochen werden noch unter dem Stern des Längenwachstums liegen, danach legt der Fötus nur noch Fettreserven an. Der Platz ist nun jedoch schon so eng geworden, dass Bewegungen nur noch von rechts nach links möglich sind. Das ist aber kein Hindernis für ständige Aktivität, vor allem, wenn Du Dich gern ausruhen möchtest oder versuchst zu schlafen. Dein Baby berührt mit seinem Körper nun direkt die Wände der Gebärmutter, weswegen Du jede noch so kleine Bewegung spüren kannst. Ob Fuß, Arm oder Knie, Du spürst es und das oftmals auch die Nacht hindurch.

Mitte 9. Schwangerschaftsmonat: Mittlerweile hat Dein Baby alle Entwicklungsschritte, die es für ein eigenständiges Leben braucht, vollständig durchlaufen. Sogar die Lungenreifung ist so gut wie abgeschlossen. Die Gehirnentwicklung und ein paar „Kleinigkeiten“ der Organe schreiten diese Woche noch voran, wobei sich das Gehirn auch nach der Geburt noch weiter entwickelt. Auch das Gehör Deines Babys wird immer besser, laut Studien ist jetzt die beste Zeit, um regelmäßig Gute-Nacht-Geschichten, Lieder oder einfach Deine Stimme zu hören.

So kurz vor der Geburt steigt der Kalziumbedarf Deines Babys nochmals. Es erhält das Kalzium aus Deinem Blut und benötigt es, um die Knochen bis zum Geburtstermin noch einmal zu kräftigen. Damit sie diesen Vorgang auch heil überstehen, achte gerade in den letzten Schwangerschaftswochen nochmals verstärkt auf eine Ernährung, die reich an Milchprodukten ist.

Die Fingernägel Deines Babys sind inzwischen schon so lang, dass sie sogar erkennbar über die Fingerkuppen ragen. Damit kann sich das Kleine auch schon wirklich kratzen. Aber keine Angst, auch wenn es hin und wieder rote Kratzer im Gesicht hat nach der Geburt – das sind keine wirklichen Verletzungen, denn dazu sind die Nägel noch zu weich. Schneide deswegen bitte auf keinen Fall so bald nach der Geburt die kleinen Fingernägel, da die Möglichkeit besteht, dass Du dabei die Nagelhaut oder das Nagelbett verletzt. Sollten sich kleine Ecken lösen, kannst Du ganz vorsichtig versuchen sie abzuziehen. Ansonsten Geduld und keine Angst, Dein Schatz verletzt sich nicht selbst.

Was passiert bei Dir in der 34. SSW?

In der 34. SSW spannt der Babybauch bereits so sehr, dass sich Dein Nabel abflacht oder sich sogar nach außen wölbt. Keine Sorge, ist das Baby erst einmal da, bildet er sich wieder zurück. Vielleicht entdeckst Du spätestens jetzt die dunkle Linie, die sich von Deinem Nabel abwärts zieht – die sogenannte Linea nigra. Auch die wird nach der Geburt wieder verschwinden.

Der obere Rand der Gebärmutter erreicht in dieser Woche seinen höchsten Stand. Dabei drückt er oftmals gegen die Rippen, das Zwerchfell oder den Magen. Das kann oftmals ein Grund sein, warum Dein Appetit gerade nicht mehr so groß ist. Nimm einfach, wie vielleicht schon gewohnt, mehrere kleine Mahlzeiten zu Dir. Sobald sich das Köpfchen Deines Babys in Dein Becken absenkt, werden zumindest diese Beschwerden leichter. Die Absenkung kann bereits in dieser Woche durch Senkwehen geschehen. Solltest Du aber nicht Dein erstes Kind erwarten, kann sich dieser Vorgang allerdings noch bis kurz vor der Geburt hinziehen. Durch die Lage Deines Babys kann es aber zu Taubheit oder Kribbeln im Beckenbereich kommen, da es immer stärker auf den Beckennerv drückt. Hier können Massagen, vorsichtiges Yoga oder warme Bäder helfen. Frag einfach Deine Hebamme oder Deinen Frauenarzt, die wissen bestimmt Abhilfe.

Hast Du Dich schon entschieden, wo Du überhaupt entbinden möchtest? Die Zeit für den Geburtstermin rückt immer näher und die wenigsten Kinder kommen zum errechneten Termin. Du solltest also vorbereitet sein. Deine persönlichen Wünsche für den Entbindungstermin solltest Du in einem Geburtsplan festhalten. Möchtest du Medikamente gegen die Schmerzen bekommen, oder lieber nicht? Informiere Dich am besten jetzt schon, was es für Möglichkeiten gibt oder was alles notwendig werden könnte. Den Geburtsplan solltest Du sehr präsent und für alle gleich ersichtlich in Deiner Kliniktasche aufbewahren. Die sollte natürlich jetzt bereits gepackt neben der Eingangstür stehen. Es gibt Dir sicher ein gutes Gefühl, wenn Du auf alles vorbereitet bist.

Zu Deiner optimalen Vorbereitung gehört auch dazu, dass Du mit Deinem Partner darüber sprichst, wie ihr es handhaben wollt bei der Geburt. Soll Dein Partner bei der Geburt dabei sein oder auf gar keinen Fall, da er bei dem kleinsten Tropfen Blut mehr Aufmerksamkeit braucht als Du? Oder macht es einen Unterschied, ob natürliche Geburt oder Kaiserschnitt? Unterhaltet euch offen und ehrlich darüber, teilt euch eure eventuellen Bedenken mit und entscheidet gemeinsam, ob er der perfekte Beistand ist oder doch Deine Mutter oder beste Freundin, die Dich bereits durch die gesamte Schwangerschaft begleitet hat.

Tipps für die letzten Schwangerschaftswochen

Realisierst Du gerade immer mehr, dass die Geburt bald bevorsteht? Sicher gehen Dir plötzlich tausend Fragen durch den Kopf:

Woher weiß ich, dass die Geburt los geht?

Für welche Geburtsposition soll ich mich entscheiden?

Will ich doch lieber einen Kaiserschnitt?

Viele Deiner Fragen zur Schwangerschaft und Geburt wurden bereits im Geburtsvorbereitungskurs geklärt. Einige Dinge wirst Du jedoch nicht planen können. Du kannst Dir den Tag der Geburt aber mit kleinen Hilfsmitteln ein wenig vereinfachen: In den nächsten Wochen ist die richtige Zeit, um mit Damm-Massagen zu beginnen. Das kann einen Dammschnitt oder schlimmer einen Dammriss verhindern. Fünf bis zehn Minuten sanfte Massage am Tag mit naturbelassenem Öl reichen aus, um die Durchblutung so zu fördern, dass das Gewebe elastisch wird und stabil die Geburt übersteht. Auch hier kann Dir Deine Hebamme sicher viele Tipps geben, wie Du es richtig angehst, damit Du den größtmöglichen Nutzen daraus ziehst.

Hier erfährst Du, wie es in der 35. Schwangerschaftswoche weitergeht: 35. SSW.

Und hier gelangst Du zur 33. Schwangerschaftswoche: 33. SSW.

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limango Redaktion

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