39. SSW – Dein Baby ist in der 39. SSW so schwer wie eine Mini-Wassermelone

Mit der 39. Schwangerschaftswoche beginnt die zweite Hälfte des zehnten Schwangerschaftsmonats im dritten Trimester. Das bedeutet, es wird mit jedem Tag spannender. Wahrscheinlich tritt bei Dir jetzt auch der sogenannte Nestbautrieb auf. Er kann Dir helfen, die Zeit bis zum Geburtstermin zu überbrücken. Aber wie zeigt er sich? Von Hormonen getrieben, hast Du plötzlich das Bedürfnis, absolut alles vor der Geburt noch zu regeln; man könnte fast sagen: Du möchtest für Dein Baby ein perfektes „Nestchen“ vorbereiten. Dir fallen plötzlich noch viele Sachen ein, die Du erledigen möchtest, Du würdest am liebsten die ganze Wohnung neu dekorieren. Doch nimm Dir nicht zu viel vor. Deine Hauptaufgabe sollte es sein, Dich auszuruhen und Kräfte zu sammeln für die bevorstehende Geburt. Gib also so viele Aufgaben wie möglich an Familie oder Freunde ab, die werden Dir sicher gerne helfen.

Wie geht es Deinem Baby in der 39. SSW?

Die durchschnittliche Größe Deines Babys liegt jetzt bei 50 Zentimeter. Das Gewicht beträgt in etwa 3.250 Gramm. Natürlich wächst Dein kleiner Schatz sei Monaten sehr individuell, genauso überraschend wird das Geburtsdatum sein. Nur rund 5% der Babys kommen tatsächlich am errechneten Termin zur Welt. Mit der derzeitigen Größen und dem aktuellen Gewicht ist Dein Baby nun ungefähr 600-mal so schwer wie im dritten Monat und ist circa achtmal so groß.

Inzwischen ist die Lanugo-Behaarung fast komplett verschwunden. Lediglich an wenigen Stellen, wie den Ohren, dem Rücken und der Stirn kann sich ein ganz leichter Flaum halten, der allerdings nach einigen Monaten ebenfalls komplett ausgefallen ist. Mittlerweile sind auch die tiefen Furchen im Zahnfleisch erkennbar, wo später nach einigen Monaten die kleinen Zähnchen sprießen werden. Sehr wenige Kinder bekommen schon Zähne vor dem 6. Lebensmonat, noch weniger haben bereits Zähne, wenn sie zur Welt kommen.

Mit der Lungenreifung, die bereits seit der letzten Schwangerschaftswoche beendet ist, ist die Entwicklung Deines Babys komplett abgeschlossen. In der verbleibenden Zeit bis zur Geburt legt Dein kleiner Schatz nur noch Fettreserven an, um für die erste Zeit außerhalb des schützenden Bauches gewappnet zu sein. Inzwischen wirst Du allerdings nur noch sehr wenige Bewegungen wahrnehmen, denn der Platz ist nun wirklich sehr begrenzt. Aus diesem Grund schläft Dein Baby fast den ganzen Tag und sammelt so Kraftreserven für seinen großen Tag.

Als Vorbereitung auf die Geburt schüttet der kleine Körper nun vermehrt Hormone aus. Während des Geburtsvorgangs produziert Dein Baby so viele Stresshormone wie nie mehr später in seinem Leben. Die helfen dem Neugeborenen direkt nach der Geburt die Körperfunktionen eigenständig in Gang zu setzen.

Was passiert mit Dir in der 39. SSW?

Wenn Dir in der 39. Schwangerschaftswoche die Fruchtblase platzt, dann mach Dich sofort auf den Weg in Krankenhaus oder die Geburtsklinik oder verständige Deine Hebamme, falls Du eine Hausgeburt geplant hast, denn jetzt geht es los!

Was passiert da eigentlich? Wenn die Fruchtblase platzt, dann nennt man das Blasensprung. Dabei kann bis z einem Liter Wasser abgehen. Dieses Fruchtwasser kannst Du nicht zurückhalten, wie beispielsweise den Urinstrahl. Es ist klar und riecht nicht. Eine vorsorglich eingelegt Binde könnte sehr hilfreich sein, wenn es dann so weit ist. Es kann nach und nach heraussickern oder plötzlich und nahezu auf einmal herausfließen. Auf jeden Fall ist klar, dass ab diesem Zeitpunkt gehandelt werden muss, auch wenn die Wehen noch nicht eingesetzt haben. Doch Du musst Dich nicht ab sofort daheim einigeln aus Angst, dass es in der Öffentlichkeit geschehen könnte. Denn nur in 15% der Fälle setzt der Blasensprung vor den Wehen ein. Meistens passt es erst mehrere Stunden nachdem die Wehen bereits eingesetzt haben.

Wie lange dauert eine Geburt?

Eine der Fragen, die Dich während der gesamten Schwangerschaft und vor allem in den nächsten Tagen und Schwangerschaftswochen quält, ist: Wie lange dauert die Geburt?

Genau beantworten kann das natürlich keiner, aber es gibt Durchschnittswerte: Im Schnitt dauert die Geburt des ersten Kindes 13 Stunden, doch auch 20 Stunden und mehr ist keine Besonderheit. Um Dich jedoch zu beruhigen, es kann auch deutlich schneller gehen.

Falls es nicht Dein erstes Kind ist, kann es viel schneller gehen. Hier liegt der Durchschnitt bei acht Stunden. Als Geburtsbeginn ist der Moment zu bezeichnen, sobald die Eröffnungswehen einsetzen. Das heißt, sobald sich mit den Wehen der Muttermund öffnet. Es kann sein, dass Du bereits mehrere Stunden vorher starke Wehen spürst, die immer stärker werden oder es beginnt direkt mit den Eröffnungswehen.

Die sogenannten Sturzgeburten, die weniger als zwei Stunden dauern kommen hingegen sehr selten vor und meist eher bei Frauen, die schon mehrere Kinder geboren haben. In so einem Fall führen die Eröffnungswehen sehr schnell zu einer erfolgreichen Geburt, oftmals sogar mit wenig Schmerz verbunden.

Hier erfährst Du, wie es in der 40. Schwangerschaftswoche weitergeht: 40. SSW.

Und hier gelangst Du zur 38. Schwangerschaftswoche: 38. SSW.

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limango Redaktion

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