42. SSW – die 42. Schwangerschaftswoche (Tag 288-294)

Mittlerweile bist Du schon in der 42. SSW angekommen, das dritte Trimester ist eigentlich bereits beendet. Nun wird es für Dein Baby wirklich Zeit den Babybauch zu verlassen. Wie dringend eine Geburt jetzt ist, wirst Du allerdings individuell mit Deinem Frauenarzt besprechen. Sollte noch kein Risiko bestehen, gibt es auch noch keinen Grund zu Eile. Teilweise beruht die Terminüberschreitung vom errechneten Geburtstermin lediglich auf einfachen Berechnungsfehlern.

Was macht Dein Baby in der 42. SSW?

Sobald Dein Baby mehr als zehn Tage auf sich warten lässt (d.h. zehn Tage nach dem errechneten Geburtstermin), erfolgen die Vorsorgeuntersuchungen anstatt alle zwei Tage nun täglich. Dein Arzt überprüft die Vitalfunktionen Deines Babys und geht sicher, dass noch immer ausreichend Fruchtwasser vorhanden ist, um das Kleine mit allen lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgen zu können.

Allerdings wird in den allermeisten Fällen in der 42. Schwangerschaftswoche die Geburt eingeleitet oder bei Bedarf ein Kaiserschnitt geplant, da einerseits die Plazenta langsam zu alt wird, um allen Aufgaben in vollem Umfang nachzukommen. Andererseits wird das Baby zu groß, um auf natürlichem Wege auf die Welt zu kommen.

Sollte Deinem Arzt nun also irgendeine Unregelmäßigkeit auffallen, wird so bald wie möglich die Geburt eingeleitet. Wie dies vonstattengeht, hängt von der Dringlichkeit ab.

Wie wird die Geburt eingeleitet?

Sollte Dein Baby nun also immer noch nicht entschlossen sein von selbst auf die Welt zu kommen, dann muss die Geburt eingeleitet werden. Dafür gibt es einige verschiede Methoden. Oftmals werden verschiedene Methoden kombiniert oder nacheinander versucht, bis sie erfolgreich sind. Eine Geburtseinleitung ist allerdings auch immer mit einem gewissen Risiko verbunden, weswegen es ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden sollte. Was gibt es für Möglichkeiten?

  • Die Öffnung der Fruchtblase (Blasensprengung): wird heute nur noch selten angewendet. Die Geburt muss danach innerhalb kurzer Zeit erfolgen, da das Risiko für Infektionen steigt.
  • Eipolablösung: Hierbei wird die Fruchtblase manuell vom Gebärmutterhals gelöst. Dabei werden Prostaglandine freigesetzt, worauf innerhalb der nächsten 48 Stunden die Geburt beginnt. Diese Prozedur kann unter Umständen schmerzhaft sein, allerdings sind in der Regel keine anderen Maßnahmen mehr notwendig.
  • Verabreichung von Prostaglandinen: Das sind Wehen fördernde Hormone, die Dein Körper normalerweise selbst produziert. Diese lösen innerhalb von kurzer Zeit heftige Geburtswehen aus.
  • Der Wehentropf (Wehencocktail): Die Infusion bewirkt einen sogenannten „Wehensturm“, das heißt es folgen heftige Wehen. In Verbindung mit dem Tropf wird oftmals die Periduralanästhesie (regionale Betäubung, PDA) angeboten, da die Schmerzen relativ hoch sein können.

Jede von diesen Methoden ist jedoch nicht komplett ohne Nebenwirkung. Dein Arzt bzw. Dein Geburtshelfer wird Dich darüber aufklären und Dir beistehen. Außerdem ist die Geburt häufig schmerzhaften, wenn sie aktiv eingeleitet wird, da die Gebärmutter zur Arbeit gezwungen wird und sich nicht selbst darauf einstellt. Aber keine Sorge, es gibt auch Abhilfe.

Neben medikamentösen Maßnahmen gibt es auch noch andere, um die Geburt herbeizuführen. Auch diese sollten auf keinen Fall selbstständig durchgeführt werden, sondern nur unter Aufsicht von medizinischem Personal bzw. Deiner Hebamme. Dazu zählen folgende Maßnahmen:

  • Aromatherapie
  • Baden
  • Darmentleerung (Einlauf)
  • Gehen
  • Geschlechtsverkehr
  • Heublumendampfsitzbad
  • Homöopathische Mittel
  • Kräuter
  • Stimulation der Brustwarzen

Wie auch immer die Geburt zustande kommt, ob schmerzhaft oder nicht, spätestens, wenn Du Dein Kind in Deinen Armen hältst, ist alles vergessen und Du hast nur noch Gedanken für Dein Baby übrig.

Wir wünschen Dir wunderschöne Jahre, in denen Du Dein Kind wachsen und gedeihen siehst!

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limango Redaktion

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