Erstausstattung für Dein Baby: Das 1. Jahr

Das Thema Erstausstattung. Das erste Babyjahr vergeht wie im Zeitraffer und Dein Kind benötigt noch gar nicht so viel, wie Du vielleicht denkst.

Der größte Anfängerfehler unserer Gastbloggerin Alexandra beim ersten Kind war es, schlichtweg einfach von allem viel zu viel zu kaufen. Am Ende hat sie sich geärgert, weil sie zu viele Kleidungsstücke, Haushaltshilfen, Spielzeuge et cetera gar nicht benötigte. Gerne möchte sie darum gerne ihre Erfahrungen nach vier Kindern mit Dir teilen und Dir erzählen, was in ihren Augen für Dein Baby im ersten Jahr zur Grundausstattung dazu gehört…

Das Thema Erstausstattung hat mich in jeder Schwangerschaft wieder und wieder aufs Neue beschäftigt. Und mit jeder Schwangerschaft sind die Punkte, die ich auf meiner „Das muss ich unbedingt noch haben“- Liste zur Erstausstattung notiert habe, weniger geworden. Denn rückblickend kann ich Dir sagen, allzuviel ist es eigentlich gar nicht, was Dein Baby für das erste Jahr braucht. Im Vorfeld habe ich mir immer viel zu viele Gedanken gemacht und mich gestresst, was ich noch alles besorgen muss. Am Ende lagen über die Hälfte der Sachen immer noch ungebraucht in der Ecke herum.

Erstausstattung

Stillkissen

Direkt nach der Geburt und der Ankunft zu Hause, war es für mich immer wichtig einen Rückzugsort zu haben. Einen Ort, der mir und meinem Baby Sicherheit und Geborgenheit schenkt und einen Ort der, unabhängig davon ob Du stillst oder nicht, Ruhe und Sicherheit ausstrahlt. Ein Stillkissen gehört für mich zu diesem Ort einfach dazu.

  • Das Stillkissen ist Dir eine Stütze beim Stillen und auch in der Nacht ein kuscheliger Begleiter.
  • Das Stillkissen kann als Rausfallhilfe dienen.
  • Ein Stillkissen hat mir bereits im letzten Drittel meiner Schwangerschaft große Dienste geleistet. Meinen schweren Babybauch konnte ich mithilfe davon jederzeit entlasten und wesentlich angenehmer schlafen.

 

Spucktücher

Absolutes Must Have in Babys erstem Jahr. Was wäre ich ohne Spucktücher gewesen? Du musst Dich ganz schnell nach der Geburt daran gewöhnen, eigentlich ständig mit weißen Milchflecken am Oberkörper herumzulaufen. Du wirst Dich mehrmals am Tag umzuziehen müssen und immer irgendwo nasse Stellen am Körper haben. Zwei unserer vier Kinder waren absolute Spuckkinder und ich hatte das Gefühl, dass über die Hälfte, von dem was sie getrunken haben, direkt wieder herauskam. Der Eindruck täuscht aber. Da kann ich Euch beruhigen. Sie haben sich mindestens genauso prächtig entwickelt wie die anderen beiden Kinder. Das Spucktuch war gerade in den ersten Wochen das Erste was ich mir morgens über die Schulter geworfen habe und selbst nachts im Bett hatte ich regelmäßig diverse Spucktücher zur Hand. Unterwegs im Auto, im Kinderwagen, am Maxi Cosi, eigentlich überall. Eines der wenigen Utensilien, von denen Du einfach nicht genug haben kannst.

 

Babykleidung

Auch in diesem Punkt bin ich der Meinung: Weniger ist mehr. Ich achte darauf, Kleidung zu kaufen, die, wenn möglich, aus Naturmaterialien hergestellt ist, um die noch völlig reine und empfindliche Haut Deines Babys zu schützen.

  • Mütze:

Was auf keinen Fall fehlen darf, egal ob Sommer oder Winter ist eine Mütze. Eine Mütze, die über die Ohren geht und Euer kleines Menschlein wohl behütet. Da wähle ich gerne ein Gemisch aus Wolle und Seide. So schwitzt Dein Baby nicht so schnell am Kopf und Erkältungen bleiben fern.

  • Bodys:

Auch bei Bodys vertrauen wir gerne auf Bio-Produkte, weil sie eben direkt auf der Haut aufliegen. Wir sind fest überzeugt von Wickelbodys. Die möchte Dir auch gerne zur Erstausstattung empfehlen, weil sie einfach äußerst angenehm in der Handhabung sind. Du musst den Body nicht ständig über den Kopf Deines Babys ziehen sondern wickelst ihn einfach um Dein Baby herum.

  • Strampler/Höschen/Jäckchen:

Bei Strampler/Höschen/Jäckchen mag ich es auch eher dezent. Solche Kleidungsstücke habe ich mir immer gerne schenken lassen. Vielleicht hast Du sogar auch eine begabte Oma oder Freundin, die Dir ganz individuelle Einzelteile anfertigen können. Ob gestrickt, gehäkelt oder genäht. Deinem Baby steht einfach noch alles. Aufpassen solltest Du bitte nur, dass kein Bündchen am Bäuchlein drückt.

  • Schlafsack:

Bei Schlafsäcken bin ich persönlich pingelig und finde, dass das Thema ganz wichtig ist. Schließlich möchtest Du, dass Dein Baby einen ruhigen und gesunden Schlaf hat. Damit ist Dir als Mama schließlich auch gedient. Du brauchst die Kraft am Tag für Dein Baby. Natürlich gibt es immer auch die Möglichkeit, dass Dein Baby auch ohne Schlafsack, mit einer Decke, schläft. Davon wird Dir aber bereits im Krankenhaus abgeraten. Durch Decken im Babybett besteht immer eine Möglichkeit des Erstickens für Dein Kind. Und ganz ehrlich, ich finde auch, dass so ein enger kuscheliger Schlafsack dem Baby ein viel wohligeres Gefühl gibt. Vielleicht erinnert es sich sogar dadurch an seine Zeit in Deiner gemütlichen Bauchhöhle zurück. Und auch bei Schlafsäcken gibt es die Möglichkeit auf Bio-Produkte zurückzugreifen.

  • Tragetuch:

Das Tragetuch oder auch der Tragegurt war insbesondere jetzt bei unserem vierten Kind mein ständiger Begleiter, drinnen im Haus sowie draußen. Ich hätte oft nicht gewusst wo ich eine weitere Hand herzaubern sollte, wenn ich unser Baby nicht im Tragetuch gehabt hätte. Für mich ein absolutes Must Have, weil es Dir einfach Deine Hände frei hält. Das gilt vor allem dann, wenn Du bereits ein älteres Kind hast. Beim ersten Kind bin ich noch sehr viel mit dem Kinderwagen spazieren gefahren. Dies war beim zweiten Kind jedoch schon nicht mehr möglich, da es auch immer mal wieder Babys gibt, die gar nicht gerne im Kinderwagen liegen. Unter diesen Umständen bin ich ein großer Fan vom Tragetuch geworden. Insbesondere in der ersten Zeit tut es Mama und Kind unheimlich gut, den Herzschlag und den Atem des Anderen zu spüren. Dein Baby beruhigt sich unglaublich schnell an Deiner Brust und Du gibst Deinem Baby durch das Tragen ein Gefühl der Sicherheit. Anbieter von Tragetüchern und Tragegurten gibt es einige auf dem Markt. Da musst Du für Dich und Dein Baby den komfortabelsten Anbieter finden. Bist Du Dir unsicher kannst Du für dieses Thema jederzeit eine örtliche Trageberatung aufsuchen, die Dir sicher gerne mit Rat und Tat zur Seite steht.

 

Babybadewanne:

Eine Babywanne darf auch am Anfang bei Dir im Badezimmer nicht fehlen. Dein kleines Würmchen ist einfach noch nicht groß genug, um in Deiner eigenen großen Wanne mit zu plantschen. Ich habe bisher immer gute Erfahrung mit dem Baden gemacht. Alle unsere vier Kinder gehen von Anfang an gerne ins Wasser und genießen die Schwerelosigkeit und Wärme am Körper. Mittlerweile gibt es sogar Babywannen, die Du ganz leicht zusammenklappen kannst, falls Du sie nicht noch zusätzlich im Bad unterbringen möchtest. So sparst Du Dir den Platz.

 

Beistellbett oder Stubenwagen:

Ob Du ein Beistellbett oder eine Babywiege neben Dein Bett stellst. Das ist eigentlich wieder reine Geschmackssache und eine Platzfrage. Bei uns im Schlafzimmer reichte der Platz leider nie für ein Beistellbett direkt bei mir am Kopfkissen. Wir haben uns darum ziemlich früh für eine kuschelige Wiege entschieden. Diesen Entschluss habe ich auch nie bereut. Die Wiege habe ich so nah es geht ans Bett gestellt und alle unsere Kinder haben ganz wunderbar dort drin geschlafen. Gerade am Anfang musst Du einfach noch oft nachts raus, ob zum Stillen, zum Wickeln oder einfach zum Schmusen, weil das Bäuchlein drückt. Der Vorteil eines Beistellbettchens ist dann ganz klar, dass Du nicht erst aufstehen musst.

 

Wickeltasche:

Du bist jetzt nicht mehr alleine und brauchst mehr Platz in Deiner Handtasche. Viel mehr Platz. Deine Handtasche wird nicht ansatzweise ausreichen, für all die ganzen Babyutensilien, die Du benötigst, wenn ihr zu zweit unterwegs seid. Darum bin ich en Fan von Wickeltaschen. Und da gibt es so tolle Exemplare. Bestimmt auch für Deinen Geschmack. Du glaubst ja gar nicht, was Du mit Baby alles so herumschleppen musst. Wechselkleidung, Fläschchen, Gläschen, Windeln, Feuchttücher und und und. Meine Handtasche ist sowieso immer irgendwie überfüllt – anderes Thema – darum war ich dankbar für eine extra Wickeltasche, in der Babys Kram unterbringen konnte.

Was kommt in die Wickeltasche?

 

Hoffentlich siehst Du den Wald trotz lauter Bäumen durch meine kleine Liste jetzt etwas klarer und kannst so manche Entscheidung in puncto Erstausstattung für Dein Baby leichter treffen. Deine Alexandra

 

Hast Du noch Tipps und Erfahrungen zur Erstausstattung? Teile diese doch gleich in den Kommentaren mit uns! Wir freuen uns.

Vor allem beim ersten Kind war Alexandra noch völlig überfordert, was sie denn nun alles für den kleinen Wonneproppen kaufen sollte. In der Regel wurde es viel zu viel – kennen bestimmt einige Eltern. Mit Kind Nummer vier würde sich Alexandra jetzt als routiniert bezeichnen und war sofort dabei, ihre Erfahrungen mit Dir zu teilen. Mehr von Alexandras Leben mit sechsköpfiger Familie im Ruhrgebiet kannst Du auf ihrem Blog Reges Leben lesen.

Erstausstattung für Dein Baby: Das 1. Jahr
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