Kinderfahrrad, Roller und Co. Welches Gefährt ist das Richtige für mein Kind? Worauf muss ich achten?

Bewegung ist wichtig für Kinder, das steht außer Frage. Doch welche Bewegung ist für mein Kind die Richtige und wie ist es möglich, diese in den Familienalltag einzubauen? Die Beantwortung dieser Frage ist gar nicht so leicht. Fahrbare Untersätze für Kinder sind eine tolle Möglichkeit, Bewegung in den Familienalltag einzubinden.

Doch hier gibt es vorab einige Fragen: Ab wann kann mein Kind mit welchem Fahrrad fahren? Wieviell Zoll sollte das Kinderfahrrad haben? Ist das Anbringen von Stützrädern sinnvoll? Puky oder BMX? …

Unsere Gastbloggerin Andrea von Die Anderl hat ihre Erfahrungen und Tipps mit drei Kindern für Dich aufgeschrieben…

Bei uns sehr beliebt sind hierfür jegliche Fortbewegungsmittel mit Rädern. Ob Laufrad, Roller, InLineSkates, Mountainbike oder Skateboard – unser Keller ist bei drei Kindern mittlerweile ein kleines Sportgeschäft und die Kinder entwickeln immer neue Wünsche.

Da wir eine sport- und besonders radbegeisterte Familie sind, will ich Dir hier unsere Tipps und Erfahrungen zu diesen rollenden Fortbewegungsmitteln für Kinder verraten.

Kinderfahrrad

Laufrad, Skateboard, Mountainbike und Co – welches Fortbewegungsmittel ist das Richtige für mein Kind?

Das Laufrad – Fortbewegung für die Kleinsten

Mit dem Laufradfahren haben unsere Kinder bereits mit zwei Jahren angefangen. Einige Hersteller haben Laufradmodelle mit besonders kleinen Rädern im Angebot – so dass auch die Kleinsten bereits unter drei Jahren erste Erfahrungen mit dem Laufrad sammeln können. Für uns war besonders nach der Geburt unseres dritten Kindes das Laufrad eine klasse Lösung, da wir uns damit – bei nur 22 Monaten Abstand zwischen den beiden Kindern – einen Geschwisterwagen sparen konnten.

Gut gesichert mit einem passenden Helm und immer auf der Fußweginnenseite rollend war dies eine tolle Möglichkeit für unseren Sohn bereits früh auf den „Drahtesel“ zu steigen und selbstständig neben Mama mobil zu werden.

Nötiges Zubehör beim Kauf eines Laufrades:

  • Einen passenden Fahrrad-Helm

 

Fahrrad, Mountainbike und Co:

Welches Fahrrad ist das Richtige für mein Kind? Diese Frage ist in der Tat nicht besonders einfach, denn die Auswahl ist riesig. Da wir als Familie gerne Radtouren machen und dabei auch gerne Strecken im Wald wählen, haben wir uns für unsere Kinder bei dem ersten „richtigen“ Fahrrad für ein Mountainbike entschieden.

Hierbei gilt zu beachten: Je nach Hersteller und Ausstattung sind diese Fahrräder nicht grundsätzlich verkehrstauglich. Wir haben die Mountainbikes der Kids daher einfach nachgerüstet, damit sie eine verkehrstaugliche Ausstattung haben.

Für längere Radtouren empfiehlt sich ein Kinderfahrrad mit Gangschaltung. Je nach Modell verfügen die Kinderfahrräder über eine Naben- oder Kettenschaltung. Diese können die Kinder dann bedienen, wenn sie ausreichend Kraft in den Händen besitzen. Bei uns war dies mit vier Jahren der Fall, ist aber sicher von Kind zu Kind unterschiedlich.

Nötiges Zubehör beim Kauf eines Fahrrades oder Mountainbikes:

  • Einen passenden Fahrradhelm
  • Fahrradschloss

Falls nicht am Fahrrad vorhanden:

  • Zwei voneinander unabhängige Bremsen (für Kinder möglichst Hand- und Rücktrittbremse)
  • Eine Klingel, die nicht zu leise sein sollte
  • Eine Lampe vorne und ein Rücklicht mit Reflektor
Ein Dynamo ist nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Seit dem 01. August 2013 sind auch Lampen mit Akku- oder Batteriebetrieb zugelassen.
  • Ein weißer Reflektor vorne und ein roter Reflektor hinten
  • Vier gelbe Speichenreflektoren (Katzenaugen) oder reflektierende weiße Streifen an den Reifen oder in den Speichen
  • Rutschfeste und festverschraubte Pedale, die mit je zwei Pedalreflektoren ausgestattet sind

Bei längeren Strecken mit dem Mountainbike:

  • Fahrradhandschuhe
  • Gepolsterte Radhose
  • Fahrrad-Handschuhe
  • Sonnenbrille

 

Der Roller / Scooter – Fortbewegung (nicht nur) im Schulalltag

Der Roller oder Scooter ist besonders bei Schulkindern sehr beliebt. Mit diesem rollenden Gefährten lässt sich der Weg zur Schule schnell und einfach zurücklegen und macht dabei auch noch Spaß. Selbstverständlich müssen die Kinder dafür geübt im Umgang mit dem Roller sein. D.h. die Fußbremse bedienen können und die Verkehrsregeln kennen.

Für kleinere Rollerfans bieten sich Roller mit drei Rädern an. Diese besitzen mehr Stabilität im Laufverhalten und sind damit besonders zu Beginn nicht so wacklig wie Roller mit nur zwei Rädern.

Unsere Kids haben sich für Scooter entschieden. Dies sind Roller, die kleine Rollen haben, nicht zusammengeklappt werden können und durch ihre hohe Stabilität auch in der Half-Pipe verwendet werden können. Wichtig hierbei ist es immer auch an ein Schloss für den Scooter oder Roller zu denken, denn sonst sind sie oftmals leider schneller entwendet als man denkt. Auch das Tragen eines Helmes ist bei  dem Fahren eines Rollers oder Scooters absolut empfehlenswert.

Nötiges Zubehör beim Kauf eines Rollers:

  • Einen passenden Fahrrad oder Skater-Helm
  • Fahrradschloss

 

Inlineskates – perfekte Gleichgewichtsübung für die Kids

Was bei vielen von uns Eltern noch die Rollschuhe waren, sind für die Kids heute die InlineSkates. Diese Schuhe mit vier Rollen machen nicht nur richtig Spaß, sondern sind auch für das Training des Gleichgewichtssinns eine klasse Sache.

Die ersten Versuche auf InLinern machten unsere Kinder mit vier Jahren – je nach Sportlichkeit und Talent klappte es bereits mit fünf Jahren, sich selbstständig vorwärts zu bewegen. Unsere Jungs mit 7 und 10 Jahren lieben es, mit InlineSkates Hockey zu spielen und verbringen so viele Stunden an der frischen Luft.

Nötiges Zubehör beim Kauf von InlineSkates:

  • Einen passenden Fahrradhelm
  • Knie, Ellenbogen- und Handgelenk-Schoner

 

Andreas Fazit:

All diese Dinge, die ich hier beschrieben habe, benutzen unsere Kids gerne und viel um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. Unser großer Sohn hat gerade das Longboarden für sich entdeckt und ich bin gespannt wie lange es dauert, bis der Mittlere sich ein Skateboard wünscht.

Doch da wir Bewegung lieben und unseren Kids lieber noch ein tolles Sportgerät schenken, als das nächste Spielzeug, bin ich mir sicher, dass wir am Ende auch diesem Wunsch nachkommen werden.

Denn:

Wer in der Schule und Co. so lange still sitzen muss, soll sich nachmittags bewegen können – so wie es ihm Spaß macht, oder?

Mehr von Andrea und ihrer sportlichen Familie, sowie spannende Tipps und Erfahrungsberichte rund um die Themen Reisen und Sport kannst Du auf Andreas Blog Die Anderl lesen.

Kinderfahrrad, Roller und Co. Welches Gefährt ist das Richtige für mein Kind? Worauf muss ich achten?
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Was ist los in Deiner Stadt? Was im Netz? Und was in Deiner Gedankenwelt? Unsere Gastblogger erzählen es Dir. Das Rezept für zuckerfreien Kuchen, spannende Freizeitaktivitäten und Kolumnen über das Elternsein.

1 Kommentar
  1. Sehr schöner Blogbeitrag Andrea.
    Die ganzen sportlichen Aktivitäten sind sehr gut für die Entwicklung und auf jeden Fall förderlicher als die ganzen Neumodernen Spielsachen wie Playstation und Co.

    Besonders der Punkt mit den Inlineskates sollten sich viele Eltern gut merken, denn Stützräder sind unseres Erachtens kontraproduktiv. Sie verleiten Kinder zu einer statischen Gleichgewichtssituation, wodurch dieses jede Körpergewichtsverlagerung als destabilisierend empfindet. Für späteres Radfahren ohne Stützrädern, nicht förderlich. Normalerweise liest man dann oft, das Eltern zu Laufrädern greifen sollten aber die Idee mit den Inlineskates, um das Gleichgewicht der Kleinen zu trainieren, ist auch ziemlich cool. 🙂

    Liebe Grüße

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