Einladung zur Shower-Party steht in rosafarbenen Buchstaben auf weißem Papier.
Ein Schauer der Erinnerung läuft mir über den Rücken. Hinter selbigem hatte meine beste Freundin Katja vor 3 Jahren auch MEINE Baby-Shower-Party organisiert.
Strahlend hatte sie mich damals in ihr Wohnzimmer geführt, in dem schon ein Teil meiner Freundinnen wartete, um in meinem Gesicht die Reaktion auf dieses Ereignis zu lesen. Zum Glück konnten und können sie keine Gedanken lesen:
Die Bilder meines ebenfalls „spontanen“ Junggesellinnen Abschieds zogen vor meinem inneren Auge vorbei. Statt mit Bauchladen würde ich mich also nun mit ausladendem Bauch zum Affen machen. Statt Küsschen und Kondome, meinen letzten Rest Stolz verscherbeln. Einen Augenblick lang bereute ich, damals alle Kondome achtlos verkauft zu haben. Ich hatte den Trend der prenatalen Party aus den USA doch im wahrsten Sinne des Wortes VORGESEHEN:
1. Staffel Sex and the City, Folge 10 „The Baby Shower“ – warum hatte es nicht in meinem Ohr geklingelt?
Dann klingelte es an der Tür. Und das Wort Rasselbande bekam eine gänzlich neue Bedeutung: Mit Babyrasseln bewappnet begrüßte mein restliches weibliches Umfeld die Mom-to-be und ihr Ungeborenes! Ich befürchtete, dass es sich eher um eine Austreibung handeln könnte und sprach meinem kleinen „Es“ in Gedanken gut zu, bis es mir die Sprache verschlug: Ich bekam Windel-Torten, ließ meinen Bauch-Umfang von allen Anwesenden schätzen, verlor im Kinderliederrefrain-Aufsagen und packte zu guter Letzt ein Pedikure-Set mit der Aufschrift „Wenn du deine Füße wieder sehen kannst“ aus. „Katja, dir werde ich Beine machen“, dachte ich noch, ehe mir die ersten Tränen der Rührung über die Wange liefen …
Bis zum nächsten Mal, ihr Lieben, bis ich wieder zu Worten gekommen bin ![]()
Eure Lisa


