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Babyphones: Sicherheitsüberwachung im Kinderzimmer

Geschrieben am 21. Februar 2009 von limango

Babyphone Eigentlich ist es ähnlich wie bei Handys: Seit es sie gibt, können sich die meisten Menschen (jedenfalls diejenigen mit Nachwuchs) ein Leben ohne sie nur noch schwer vorstellen. Babyphones sind klein und unscheinbar, doch sie erleichtern und ermöglichen Ihnen als Eltern vieles. Grillen im Garten, während der Sprössling in seinem Bettchen schlummert. Gemütliche Abende bei den Nachbarn, bei denen Sie das Baby dennoch in Sicherheit wissen. Vor allem aber, die Nacht beruhigt verbringen zu können – im Bewusstsein, dass Sie ohnehin geweckt werden, sobald ein Problem bei dem Kleinen auftritt.

Nun gibt es aber nicht nur eine große Auswahl verschiedener Systeme, sondern auch Schreckensgeschichten über Strahlungen – äußerst schwierig, sich als frisch gebackene Eltern für ein Babyphone zu entscheiden. Anhand des nachfolgenden Ratgebers können Sie klären, welche Funktionen Sie wirklich brauchen und wie Sie den viel besprochenen Elektrosmog auf ein Minimum reduzieren.

Was muss der Baby-Wächter können?

Natürlich gibt es Apparate, die mehrere der unten aufgeführten Funktionen erfüllen. Dennoch macht es Sinn, sich zu fragen, ob ein Baby Phone zur optimalen Babyausstattung wirklich dazu gehört. Manche vermeintliche Vorzüge bringen leider auch Nachteile mit sich: beträchtlichen Energieverbrauch, höhere Elektrosmogbelastung.
Im folgenden Abschnitt stellen wir die gängigsten Babyphone-Typen vor:

Das Tonangebende

Das konventionelle Gerät überträgt Babys Geräusche ans elterliche Ohr: Sobald das Kleine aufwacht und weint, bekommen Sie das akustische Signal. Üblicherweise zeigt dieses Babyphone die Geräuschkulisse zusätzlich auch optisch an, z.B. durch eine Reihe von LEDs. Damit ist sichergestellt, dass Sie auch während eines lauteren Films oder Musik aufmerksam werden.
Das Penible: Das System verfügt zusätzlich über einen Monitor – Sie können also per Video jederzeit einen Blick ins Kinderzimmer werfen. Dank Nachtsichtfunktion können Sie den Schlaf des Babys sogar bei Dunkelheit im Blick behalten. Nachteil: Das Bild ist grieselig, der Energieverbrauch enorm hoch – es lohnt sich also zu hinterfragen, ob man diese Funktion wirklich braucht.

Das Kommunikative

Beim bidirektionalen Babyphone funktioniert die Geräuschübertragung auf Wunsch in beide Richtungen. In manchen Fällen müssen Sie den Weg ins Babyzimmer also gar nicht erst antreten, weil sich das Kleine schon mit ein paar Worten beruhigen lässt.
Das Feinfühlige: Es meldet, wenn die Temperatur im Kinderzimmer die angegebenen Werte über- oder unterschreitet. Da Überwärmung ein Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod ist (16-18 Grad sind optimal!), kann eine Temperaturanzeige natürlich Sinn machen. Allerdings verändert sich die Raumwärme im Laufe einer Nacht in den seltensten Fällen drastisch: Ein normales Thermometer im Zimmer reicht also im Grunde völlig aus.

Das Überfürsorgliche

Babyphone

Besondere Sensoren in so genannten Aktivitäts-Kontrollmatten, die zum Babyphone gehören und unter dem Baby platziert werden, arbeiten wie hochsensible Bewegungsmelder und registrieren die Atembewegungen. Vergehen mehr als 20 Sekunden ohne Atemaktivität, alarmiert das Babyphone sofort die Eltern. Sie sollten sich allerdings darauf einstellen, dass das Gerät Fehlalarme auslösen kann. Und wenn das häufiger passiert, haben Sie mit dem Babyphone natürlich genau das erreicht, was Sie eigentlich vermeiden wollten (also eine unruhige Nacht für Baby und Eltern). Sollte eine medizinische Indikation bei Ihrem Baby bestehen, setzen Sie lieber auf einen Überwachungsmonitor – der arbeitet zuverlässiger.

Das Freiheitsliebende

Das bebetel Extra von Reer bietet die Möglichkeit, auf Handy oder Festnetz angerufen zu werden, sobald der Schallpegel im Babyzimmer einen gewissen Wert übersteigt. Praktisch, wenn Sie sich beispielsweise in einem Hotel oder beim Italiener nebenan befinden, denn hierbei haben Sie keinerlei Reichweitenbeschränkung. Damit sich Ihr Baby “melden” kann, müssen Sie natürlich die Leitung freihalten. Dank Gegensprechanlage bietet das Phone sogar die Option, Kontrollanrufe zu starten, von denen das Baby nichts bemerkt. Schön: Im Festnetzbetrieb ist der Apparat frei von Elektrosmog. Dafür haben Sie bei unruhigem Nachwuchs unter Umständen eine sehr hohe Telefonrechnung…

Das Intelligente

Ein besonders findiger Wissenschaftler hat “Why cry baby” erfunden, ein Babyphone mit dessen Hilfe man nach Angaben des Entwicklers mit 98-prozentiger Zuverlässigkeit erkennen kann, aus welchem Grund das Baby schreit. Innerhalb von 20 Sekunden soll das Gerät analysieren können, ob Hunger, nasse Windeln oder Langweile der Grund für die Unzufriedenheit ist. Kinderärzte bezweifeln allerdings die Daseinsberechtigung dieser Dolmetschfunktion: Eine erfahrene Mutter könne ohnehin bestimmen, wieso ihr Kind weint.
Die Extravaganten: Manche Babyphones verfügen zusätzlich über ein intelligentes Nachtlicht, das sich einschaltet, wenn Ihr Liebling aufwacht und quengelt. Andere besitzen einen Vibrationsalarm, wovon vor allem hörbehinderte Eltern profitieren. Auch nicht uninteressant: Einige Babyphones lassen sich zu Walkie-Talkies umfunktionieren und bleiben so auch noch sinnvoll, wenn das Kind größer ist.

Worauf Sie achten sollten

Baby

Babyphones übertragen die Töne aus dem Kinderzimmer per Funk an den Empfänger, den die Eltern bei sich haben. Bei dieser Übertragung entsteht Elektrosmog, also hochfrequente elektromagnetische Felder, die ab einer bestimmten Menge für Menschen schädlich sein können. Obwohl es für Babyphones klar definierte Strahlengrenzwerte gibt, die von den Herstellern eingehalten (und meist sogar bei weitem unterschritten) werden und deren Gesamtbelastung unbedenklich ist, gilt: je weniger elektromagnetische Felder, desto besser. Gerade einen Säugling möchte man ja ungern einer Strahlung aussetzen, deren Auswirkung auf den menschlichen Organismus noch nicht völlig geklärt ist. Nachfolgende Tipps sollen Ihnen dabei helfen, den Elektrosmog auf einen vernachlässigbaren Wert zu beschränken :

  1. Als erstes sollten Sie die nötige Reichweite des Babyphones ermitteln. Die Angaben der Hersteller variieren zwischen 75 und 5000 Metern. Aber Vorsicht: diese Angaben gelten fürs freie Feld und Hindernisse im Haus verringern die Reichweite in beträchtlichem Maße. Informieren Sie sich am besten über die Beschaffenheit der Wände und Hindernisse, die von den Funkwellen passiert werden müssen. Stahlbetonwände kann das Signal beispielsweise viel schwerer überwinden als Wände aus Gips. Je geringer die Reichweite, desto strahlungsärmer ist das Phone zumeist. Wenn Sie also keine große Strecke überbrücken müssen, sollten Sie sich für ein strahlungsärmeres Gerät entscheiden.
  2. Entscheiden Sie sich nach Möglichkeit für ein Babyphone auf analoger Basis. Digitale Phones funktionieren über ein gepulstes Signal und sind grundsätzlich schlechter verträglich. Vor allem diejenigen auf DECT Basis sollten Sie meiden: Sie haben zwar den besseren Empfang, dafür senden sie aber genau wie schnurlose Telefone pausenlos und sind daher nicht zu empfehlen. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät aber, auch bei analogen Babyphones zu prüfen, ob es sich um Dauersender handelt. Achten Sie außerdem auf eine geringe Leistung (unter 10 mW).
  3. Um Frequenzstörungen zu vermeiden, sollten Sie mindestens zwei Kanäle zur Verfügung haben. Wenn Sie diesen Punkt vergessen, hören Sie später nämlich unter Umständen auch das Nachbarsbaby schreien und können (noch viel schlimmer) womöglich den neuesten Funker-Klatsch mitverfolgen. Stellen Sie sich den Schreck vor, wenn mitten in der Nacht aus dem Kinderzimmer eine Männerstimme tönt?
  4. Die sogenannte “Reichweitenkontrolle” stellt sicher, dass Sie mittels Piepston gewarnt werden, sobald sich der Empfänger außerhalb des Wirkungsbereichs befindet. Da das Abfragesignal aber in kurzen Intervallen gesendet wird, bedeutet die Funktion eine zusätzliche Belastung. Verzichten Sie also lieber darauf oder schalten Sie sie aus, denn die meisten Babyphones haben ohnehin eine Anzeige für die Empfangsaktivität oder knacken laut, wenn Sie die Kontaktgrenze erreichen.
  5. Der Sender sollte am besten mit Akkus betrieben werden – Netzteile strahlen nämlich auch. Bei Batteriebetrieb können Sie zumindest Elektrosmog durch niederfrequenten Felder vermeiden; die hochfrequenten (ähnlich jenen von Mobiltelefonen) bleiben leider trotzdem bestehen.
  6. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, achten Sie beim Kauf auf den “Blauen Engel”. Das Siegel garantiert eine geringe elektromagnetische Strahlenbelastung, einen minimalen Energieverbrauch und keine Schadstoffbelastung in den Gehäusekunststoffen.
  7. Sie haben sich für ein Modell entschieden? Wunderbar – damit ist die erste Hürde überwunden! Nun gilt es nur noch, es zu Hause möglichst strahlungsarm einzusetzen. Platzieren Sie das Babyphone nicht in unmittelbarer Nähe zum Kinderbett: Der Sicherheitsabstand sollte mindestens einen, besser aber zwei Meter betragen. Das gilt übrigens auch für die Kabel. Vergessen Sie schließlich nie, sowohl Sender als auch Empfänger auszuschalten, sobald diese nicht mehr gebraucht werden.

Der perfekte Babysitter

Baby

Die besten Babysitter sind natürlich immer noch Mama und Papa. Selbstverständlich sollte ein Säugling niemals alleine in der Wohnung bleiben. Da der Nachwuchs aber nur selten durchschläft, ist ein Babyphone eine tolle Sache: für das Kind bedeutet es mehr Sicherheit, für die Eltern mehr Freiheit.
Bei den vielfältigen Angeboten ist es schwer zu sagen, welche Babyfunkanlage die Beste ist. Nach Meinung von Ökotest treffen Sie mit dem rein akustischen Babyphone die optimale Wahl. Urteilen Sie aber aufgrund der abweichenden Eigenschaften selbst, was für Sie persönlich die wichtigsten Aspekte sind.
Tipp: Kaufen Sie sich das Babyphone schon vor der Geburt. So können Sie jemanden im Kinderzimmer schon mal probelärmen lassen und das Gerät gegebenenfalls wieder umtauschen.

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  • Kommentare

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