Zuerst muss ich ein Wörtchen mit euch reden: „LALA“! Auf Silben des gleichen Klangs reagieren wir nämlich von Geburt an besonders stark. Sogenannte Lallwörter ziehen – das machten sich schon die Teletubbies zu nutzen und ohoh – auch meine Tochter! Eine wahre Kettenreaktion löste ihr erstes „Ma-Ma“ aus: Freudenschrei ausstoßen, meine Tochter knuddeln, ihren Papa anrufen, meine Mama anrufen und der Nachbarin Seibert öffnen, die aufgrund des Schreis mal eben schauen wollte, ob alles in Ordnung sei. Andächtig führte ich sie ins Kinderzimmer, als warte dort ein Marsmensch, der so eben die ersten Worte auf Erden gesprochen hatte.
Gewartet haben dann wir. Ich wünschte mir auf der Stelle das Baby aus der Brillenwerbung herbei, dass mal eben Fielmann sagt – Frau Seibert hätte Augen gemacht. Stattdessen machte ich WinkeWinke und flehte meine Tochter via Gedankenübertragung an, noch einmal „Ma-Ma“ zu sagen. Die Chancen auf Erfolg standen eigentlich ganz gut: Meine Tochter hatte das Alter von 12 Monaten erreicht, in denen Mädchen durchschnittlich das erste Wort sagen. Dieses wiederrum ist – so eine Studie des Meinungsforschungsinstitut „Icon Kids & Youth“ in München – bei der Hälfte aller deutschen Kinder das Wort „Mama“. Aber dann kam der Knaller. Sagte meine Kleine doch auf einmal „Pa-Pa“. Frau Siebert schaute, als hätte sie besagten Marsmensch gesehen. Mir fehlten die Worte. Dann machte ich stumme Freudenschreie – meine Tochter ist eben doch mehr als Durchschnitt! Denn der „Papa“ als erstes Wort, schafft es nur in 16 Prozent aller Fälle auf Platz eins. Und das erste „Ma-Ma“ hatte ja sowieso niemand gehört …
So, ihr Lieben, genug der Worte für heute!
Bis bald, Eure Lisa


